Keiner kennt das Fahrverbot 

E-Scooter-Wahnsinn im Englischen Garten - Parkchef schlägt Alarm: „Die müssen hier raus!“

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Zwei E-Scooterfahrer düsen am Chinesischen Turm vorbei – zum Ärger des Parkchefs, der ein Verbot durchsetzen will.

Im Englischen Garten nerven die E-Scooter gerade gewaltig. Der Parkchef schlägt Alarm, denn Kraftfahrzeuge sind verboten.

München - Vorbei am Chinesischen Turm, rüber zum Monopteros und um den Kleinhesseloher See: Der Englische Garten ist ein beliebtes Revier bei E-Roller-Fahrern. Sehr zum Ärger von Parkchef Thomas Köster. Er sagt: „Laut Landschaftsschutzgebietsverordnung sind Kraftfahrzeuge hier verboten. Die E-Roller müssen hier raus!“ Er müsse in diesem Fall den Bösen spielen, sagt Köster. „Das Fahren mit E-Rollern ist hier besonders gefährlich. Hier ballen sich Radfahrer, Rikschas und Millionen von Besuchern. Wir sind einfach zu viele im Park! Außerdem haben wir keine Asphaltwege. Die Unfallgefahr ist zu hoch!“ 

E-Roller im Englischen Garten: Nutzer wurden von der Stadt nicht informiert

Ohnehin berufe er sich hier nur auf geltendes Recht. Auch die Münchner Polizei schreibt auf ihrer Homepage, dass im Südteil des Englischen Gartens ein „Betriebs- und Abstellverbot“ herrsche. Aber: Auf der städtischen Karte mit Fahr- und Parkverbotszonen, die online abrufbar ist, taucht der E-Garten nicht auf. Auch der Verleih-Anbieter Tier, der mit der MVG zusammenarbeitet, wusste bis zur tz-Anfrage nichts davon. „Bislang galt der Englische Garten bei uns nur als Parkverbotszone. Ein Fahrverbot wurde nicht an uns herangetragen“, sagt München-Manager Balthasar Scheder. Und genau das bemängelt Parkverwalter Thomas Köster: „Die Informationspolitik seitens der Stadt ist hier mangelhaft. Die Nutzer können nichts dafür, die wissen meist gar nichts von dem Verbot.“ 

E-Roller sind im Englischen Garten bald tabu

Beim Kreisverwaltungsreferat heißt es, man stehe mit der zuständigen Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung beim Thema E-Scooter bereits seit Mai im Austausch. „Leider erhielten wir erst vergangenen Freitag die entsprechenden Informationen und arbeiten jetzt an einer Aktualisierung der von uns veröffentlichten Karte“, sagt Sprecher Johannes Mayer. „Die Verleihanbieter werden von uns selbstverständlich auch informiert.“ Soll heißen: Ab jetzt wird es ernst für die E-Rollerfahrer. Der Englische Garten ist bald tabu. Köster zufolge drohen bei wiederholter Zuwiderhandlung bis zu 60 Euro Bußgeld! Tier hat laut eigener Aussage gestern bereits reagiert und das Gebiet zur Verbotszone erklärt. Mittels GPS-Technik sollen die Roller jetzt am E-Garten auf 5 km/h abgebremst werden – so wie bereits bei Fußgängerzonen und Friedhöfen. Mal sehen, ob das Streitthema damit vom Tisch ist …

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Die E-Scooter mischen München auf - diese Roller-Regeln sind zu beachten. Ein erster schwerer Unfall mit einem Tretroller in München sorgte bereits für Schlagzeilen. Welche Lehren  man aus den ersten Erfahrungen mit E-Scootern ziehen kann lesen sie hier. 

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