BA will zum Marienhof ziehen

Aus für Eiszauber am Stachus?

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Besinnliche Winterstimmung bei dem Eiszauber am Stachus. Die Veranstaltung könnte bald umziehen.

München - Seit rund 15 Jahren wird am Stachus jeden Winter eine riesige Eisfläche aufgebaut. Dort können die Münchner mitten in der Stadt ein paar Runden drehen. Doch damit könnte bald Schluss sein.

Siegfried Able

Hat es sich am Stachus bald ausgezaubert? Zumindest wenn es nach dem Bezirksausschuss Altstadt-Lehel geht. Das Gremium fordert: Der Eiszauber soll weg – und an den Marienhof umziehen. Dort hatte er ursprünglich mal stattgefunden. Ob die Stadt da mitspielt, ist offen. Ausrichter Siegfried Able ist jedenfalls sprachlos!

Derzeit laufen die Vorbereitungen vor dem Karlstor. Am Wochenende wird das Eis aufgetragen, ab nächstem Freitag soll eine zehn Zentimeter dicke Schicht für Schlittschuh-Gaudi sorgen. Bis 17. Januar werden wieder tausende Besucher an den Stachus gelockt.

Buden passen nicht "zum umliegenden Ensemble"

Geht es nach dem Bezirksausschuss, soll hiermit Schluss sein! Das Gremium hat jetzt einstimmig entschieden, ab 2016 einen Alternativ-Standort zu suchen. „Die Gestaltung der Buden passt städtebaulich überhaupt nicht zu dem umliegenden Ensemble“, sagt BA-Vize Wolfgang Püschel (SPD) der Hallo München.

Ferner riegle der Eiszauber an dieser Stelle die Fußgängerzone nach Westen ab. Der Übergang in die Schützenstraße als Sichtachse sei nicht mehr erkennbar. „Dabei ist es doch unser Ziel, dass die Fußgängerzone langfristig als Einheit bis zum Hauptbahnhof wahrgenommen wird.“

Als Ersatzort schlägt das Gremium den Marienhof vor. „Dorthin passt der Eiszauber viel besser“, meint Püschel. Am Marienhof hatte die beliebte Kufengaudi vor 15 Jahren seinen Ursprung. Zweimal gab es Schlittschuhlaufen hinter dem Rathaus. Dann war Schluss! Wegen der U-Bahnsteig-Erweiterung...

Keine Wettbewerbssituation

Püschel kritisiert auch, dass der Eiszauber immer vom selben Ausrichter organisiert werde. „Es gibt keine Wettbewerbssituation wie etwa beim Christkindlmarkt.“ Dabei wäre das möglich. Der Stadtrat weist den Stachus für den Zeitraum als Standort für eine Eislaufveranstaltung aus. Nicht explizit für den Eiszauber. Es könnte sich demnach auch ein anderer Ausrichter mit einer Veranstaltung bewerben. Aber am Stachus.

Kann man bald Eislaufen hinter dem Rathaus?

Ausgerichtet wird er hier seit 15 Jahren von Wiesn-Wirt Siegfried Able. Er ist alles andere als begeistert vom BA-Vorstoß: „Das wundert mich wahnsinnig, ich bin fast sprachlos.“ Der Eiszauber sei in München zu einer Institution geworden – wie Tollwood oder der Christkindlmarkt. „Die Münchner lieben ihn!“ Der Standort Stachus habe sich mehr als bewährt, findet Able. M. Kowitz,

S. Karowski

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