Krummes Ding zu Neujahr

Engerl-Schwert an Mariensäule beschädigt

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So wie auf der Aufnahme unten im Text sollte das Engerl-Schwert an der Mariensäule vor dem Rathaus eigentlich aussehen. Seit der Silvesternacht aber ist die Waffe verbogen.

München - So könnte das Engerl nicht in den Kampf ziehen: Die Figur an der Mariensäule, die das Schwert gegen den Basilisken (steht für die Pest) erhebt, hat seit der Silvesternacht eine krumme Waffe.

Es ist nicht das erste Mal, dass die vier Putti vor dem Rathaus beschädigt wurden … Im Februar 2010 hatten Unbekannte ebenfalls ein Engerl-Schwert verbogen. Und das Schwert der aktuell betroffenen Figur hatten sie damals sogar komplett abgebrochen. Der Schaden lag damals im fünfstelligen Bereich, da das Schwert aus Bronze war und neu geschmiedet werden musste. Ein Glück: Die noch viel wertvolleren Orginale von Hans Reichle aus dem Jahr 1641 stehen seit 1998 im Stadtmuseum.

So sah das Engerl vor der Silvesternacht noch aus.

Diesmal könnten Silvestergäste für den Schaden verantwortlich sein. tz-Leser Djordje Matkovic, der ihn am 1. Januar entdeckt hat, vermutet das: „Jedes Jahr zu Silvester steigen alkoholisiert Münchner auf die Mariensäule …“ Die Stadt will schnell reagieren: „Nächste Woche werden wir uns darum kümmern“, sagt Barbara Hasenöhrl vom Baureferat. „Nach der ersten Begutachtung schätzen wir, dass ein Fachmann das Schwert wieder zurückbiegen kann.“

nba

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