Brand nach Sauerstoff-Unfall im Tal

Explosion in Praxis: Was der Promi-Doc sagt

München - Schock am frühen Montagmorgen: Eine Explosion hat eine Praxis für Schönheitschirurgie in der Altstadt teilweise zerstört. Inzwischen äußerte sich der Promi-Arzt zu dem Unfall.

Ein Patient (36) erlitt laut Polizei Verbrennungen im Gesicht sowie eine Rauchvergiftung. Eine Anästhesistin (64) und eine Angestellte (25) der Promi-Praxis wurden leicht verletzt.

Die Explosion hatte sich gegen 7.45 Uhr im dritten Stock des Geschäftshauses Im Tal ereignet. Die Anästhesistin hatte in einem Technikraum neben dem Operationssaal mit einer 50-Liter-Sauerstoffflasche hantiert, um eine Narkose vorzubereiten. Schlagartig entwich der Sauerstoff und entzündete sich. „Die Quelle für den Zündfunken könnte die eingeschaltete Beleuchtung sein“, sagte Polizeisprecher Oliver Timper.

Die Stichflamme griff auf eine weitere Sauerstoffflasche sowie die Einrichtung des Technikraums über: Innerhalb von Minuten stand der Raum in Flammen. Giftiger Rauch zog durch die gerade renovierte Praxis.

Die Angestellten flohen ins Freie, Sekunden später hatte sich auch der Patient auf die Straße gerettet. Der Mann, der sich in einer ambulanten Operation den Bauch straffen lassen wollte, befand sich bei Ausbruch des Feuers auf der Toilette. Er musste sich durch Flammen und giftigen Qualm ins Freie kämpfen. Der 36-Jährige wurde in eine Spezialklinik gebracht.

Explosion in Münchner Arztpraxis: Bilder

Explosion in Münchner Arztpraxis: Bilder

Die Feuerwehr rückte an – sie war automatisch über die Brandmeldeanlage alarmiert worden. Die Feuerwehrler konnten den Brand schnell löschen. Obwohl der Technikraum zerstört ist, geht der Praxisbetrieb weiter. „Wir empfangen unsere Patienten weiter zu unseren Sprechstunden“, sagte einer der Inhaber der aus dem Fernsehen bekannten Praxis. „Allerdings müssen wir für Operationen in unsere Belegklinik ausweichen“. Der eigene OP-Bereich müsse erst penibelst gereinigt werden. Es habe sich ausgezahlt, dass bei der Sanierung der Praxis modernster Brandschutz eingebaut wurde.

Die Sorge der beiden Chirurgen gilt aber besonders dem verletzten 36-Jährigen: „Wir hoffen sehr, dass unser Patient schnell wieder auf den Beinen ist.“

JAM

Rubriklistenbild: © Reinhard Kurzendörfer

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare