Hatte er ein Blackout?

Bewährungsstrafe für den Feuerteufel vom Lehel

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Der Brandstifter kann sich angeblich an nichts mehr erinnern.

München - Feuer im eigenen Wohnhaus – der Albtraum aller Mieter. Im Lehel wurde dieser Schrecken Mitte März zur Realität! Wolfgang H. zündelte gleich vier Mal.

Der 51- Jährige legte Feuer in Kellerabteilen und steckte Türen in Brand. Dafür stand der Medientechniker am Donnerstag vor Gericht!

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vier Fälle der Brandstiftung vor – alle zwischen dem 12. und 16. März in der Oettingenstraße. In diesem Zeitraum ging Wolfgang H. drei Mal in den Keller des Mietshauses, in dem er selbst auch wohnte, und zündete mit einem Feuerzeug die Kartonage der Holztüren an. Bewohner wurden jeweils noch rechtzeitig auf die Brände aufmerksam und alarmierten die Feuerwehr – so konnte Schlimmeres verhindert werden. Tagelang geht aber im Haus die Angst um. „Wir hatten große Sorge, dass wieder ein Feuer ausbricht“, sagt Anwohnerin Maria L. (Name geändert) zur tz.

Erst als Wolfgang H. Brandbeschleuniger in sein eigenes Kellerabteil schüttete und eine Matratze abfackeln wollte, flog er auf und wurde kurz darauf festgenommen. Vor Gericht sagte er nur: „Ich habe keine Erinnerungen mehr an diese Tage.“

Im März schluckte H. mehrere Psychopharmaka und trank auch Alkohol – angeblich sei das der Grund für seinen Blackout gewesen. Am Haus verursachte er mehr als 20.000 Euro Schaden. Richter Thomas Hense ordnete die Unterbringung zur Bewährung an, dazu wird H. unter Führungsaufsicht gestellt.

A. Thieme

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