Radverkehrsanlage in der Elisenstraße?

SPD fordert Radroute vom Hauptbahnhof in die Altstadt

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Ein Radler auf der Elisenstraße. 

München - Auf der Elisenstraße müssen sich Radler die Fahrbahn mit Autos, Lkw und Bussen teilen. Die SPD fordert für "diese wichtige und zentrale Strecke endlich eine sichere Lösung."Und kritisiert die Stadtverwaltung. 

Schon Ende 2014 hatte die SPD-Stadtratsfraktion die Stadt aufgefordert, die Fahrradverbindung zwischen Hauptbahnhof und Altstadt müsse verbessert werden. Mit einem Antrag hatte sie gefordert, dass eine beschilderte Route ausgewiesen werden soll. Wie die SPD am Montag mitteilte, sei die Antwort aus dem Planungsreferat jedoch nicht zufriedenstellend ausgefallen: Die Verwaltung habe bestätigt, dass es „keine ausreichend verkehrssichere“ Verbindung gebe. Deshalb könne auch keine Route empfohlen werden. Wörtlich habe es in der Antwort von Stadtbaurätin Elisabeth Merk geheißen: „Die Elisenstraße als mögliche Verbindung entspricht ohne Radverkehrsanlagen nicht den Kriterien einer beschilderbaren Route.“

Genau hier will die Rathaus-SPD jetzt mit einem erneuten Stadtratsantrag ansetzen. In einem neuen Antrag vom Montag fordert sie die Verwaltung auf, zu überprüfen, wie auf beiden Seiten der Elisenstraße eine durchgängige Radverkehrsanlage realisiert werden könne. Wenn es nach ihr geht, soll dabei auch geklärt werden, ob sich ein baulich getrennter Radweg, ein breiterer Radfahrstreifen oder ein schmalerer Schutzstreifen als Lösung anbietet, damit "eine wichtige Lücke im Radwegenetz" geschlossen werden könne.

Der Grund: Die Elisenstraße als mögliche Verbindung entspreche ohne Radverkehrsanlagen nicht den Kriterien einer beschilderbaren Route. "Wer nicht ortskundig ist, findet sich nur schwierig zurecht."Gleichzeitig sei die Elisenstraße für Radler eine wichtige Verkehrsverbindung, die vom Nordwesten kommend in die Innenstadt führe und zurück. Dennoch sei für Radler kein eigener Radweg vorgesehen. "Die Benutzung der Straße mit dem Fahrrad ist daher oft gefährlich."

SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Radverkehrsbeauftragte der Fraktion, sagt: "Für diese zentrale und wichtige Strecke braucht es endlich eine sichere Lösung. Es sagt schon viel aus, wenn sich die Stadtverwaltung nicht in der Lage sieht, den Radlerinnen und Radlern eine Verbindung zu empfehlen!"

In der Elisenstraße müssten sie sich die Fahrbahn mit Autos, Lkw und Bussen teilen, was zu brenzligen Verkehrssituationen führen könne. Da es sich nicht gerade um eine schmale Altstadt-Gasse handle, werde sich mit Sicherheit eine Lösung finden, um dem Radverkehr ausreichend Raum zu geben. Die SPD fordert dies auch vor dem Hintergrund, dass der direkte Weg vom Hauptbahnhof zum Stachus - über die Prielmayerstraße - eine für Radler nicht geöffnete Einbahnstraße sei und die parallel verlaufende Schützenstraße in eine Fußgängerzone mündet.

mm/tz

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