Freischankfläche für Rad- und Fußweg verkleinert

Franziskaner kämpft um die Residenzstraße

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Die Residenzstraße am Donnerstag: Die Wirtsfamilie Reinbold die Fläche gestutzt, und die rote Radlerspur ist Vergangenheit.

München - Die Residenzstraße ist ein enges Pflaster. Fußgänger bzw. Radler und die Gäste des Franziskaner, die auf der Freischankfläche sitzen, machen sich den Platz streitig.

So sah es vor dem Umbau der Residenzpost aus.

Während des Umbaus der Residenzpost gegenüber waren den Reinbolds 47 Quadratmeter genehmigt, danach beantragten sie über 80 Quadratmeter Platz, für die es aber nie grünes Licht gab. Als am 12. Juni das Kreisverwaltungsreferat vorbeischaute, standen plötzlich zu viele Tische da. Die Reinbolds wurden aufgefordert, „aus sicherheitsrechtlichen Gründen die Freischankfläche unverzüglich in der Tiefe auf 7,50 Meter an der Nordseite und auf 6,50 Meter an der Südseite zu reduzieren“. Sie mussten einen neuen Antrag einreichen. Offiziell ist die jetzige Schankfläche immer noch nicht genehmigt. „Wir haben eine Duldung“, so Matthias Reinbold zur tz. Derzeit bewirtet er 90 bis 100 Gäste draußen.

Wie es jetzt weitergeht? „Alle Beteiligten befinden sich in intensiven Verhandlungen über die letztlich genehmigungsfähige Größe der Freischankfläche“, hieß es am Donnerstag in der Rathaus-Umschau, in der ein Antrag der AfD abgehandelt wurde. Die Mini-Partei forderte darin die Verkleinerung der Freischankflächen.

Die rote Fahrradmarkierung, die im Zuge der Bauarbeiten entfernt wurde, kommt übrigens wohl nicht mehr zurück. „Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat nach Entfernung des roten Radfahrstreifens im Bereich der Residenzpost in einer Erhebung festgestellt, dass das Miteinander von Fußgängern und Fahrradfahrern bis auf wenige Ausnahmen im Großen und Ganzen ohne Radwegmarkierung besser funktioniert“, heißt es.

„Nach Änderung der Restfläche vor dem Spatenhaus hat sich die Situation auch dort entspannt, da dann eine gemeinsame Fläche für den Fuß- und Radverkehr zur Verfügung steht.“ Eine rote Fahrradfurt bedeute eine Bevorrechtigung des Radverkehrs, erhöhe dessen Tempo und fördere „ein gewisses, teilweise rücksichtsloses ,Revierdenken‘, was der Verkehrssicherheit im Ganzen abträglich ist“.

Johannes Welte

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