Freistaat steckt Millionen in die Sanierung

So könnte die Residenz künftig aussehen

München - Die Residenz schreit nach einer Renovierung: Der Prunkbau bröckelt und der Freistaat steckt nun Millionen in die Sanierung des Gebäudes am Max-Joseph-Platz.

Der Prunkbau bröckelt – und der Freistaat flickt! Die Münchner Residenz wird seit Jahren abschnittsweise saniert. Jetzt hat der Bayerische Landtag den nächsten Abschnitt der umfangreichen Renovierung auf den Weg gebracht.

Die Residenz in der Münchner Innenstadt war das Stadtschloss und der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Der weitläufige Palast ist das größte Innenstadtschloss der Republik und heute eines der bedeutendsten Raumkunstmuseen in Europa.

Der Freistaat hat in den vergangenen Jahren schon eine Menge Geld in die Gebäude gesteckt, etwa das Theater modernisiert aber auch den Kabinettsgarten hergerichtet.

Die tz verrät, wie der Prunkbau wieder hoffähig gemacht werden soll.

Allerheiligen-Hofkirche

Allerheiligenhofkirche mit Kabinettgarten

König Ludwig I. ließ in den Jahren 1826 bis 1837 die Allerheiligen-Hofkirche vom Architekten Leo von Klenze in der Residenz München errichten. Der Grundgedanke für diesen klassizistischen Kirchenbau wurde bei den Italienreisen des Kronprinzen Ludwig gelegt. Seit Mitte der 80er-Jahre hat der Freistaat das Gebäude sukzessive sanieren lassen. Heute haben bei Veranstaltungen 400 Menschen Platz. Die Gesamtkosten betragen 10,7 Millionen Euro.

Cuvilliés-Theater

Cuvilliés-Theater

Die Kuppelkonstruktion mit einer Spannweite von über 20 Meter ist als Netztragwerk errichtet worden. Der ursprüngliche Außenraum wurde zum Innenraum mit umlaufender Galerie. Mit der Überdachung des Zierhofs erhält das Cuvilliés-Theater ein neues lichtdurchflutetes Foyer. Nach knapp dreijähriger Generalsanierung war das frühere Hoftheater fertig. Fünf der 25 Millionen Euro Renovierungskosten sind aus Spenden finanziert worden.

Kaiserhof

Kaiserhof-Residenz

Christkindlmärkte auf dem Kaiserhof gehören zum Münchner Weihnachts-Zauber! Nun wird der Kaiserhoftrakt im nordwestlichen Teil der Anlage für rund 6,1 Millionen Euro saniert. Unter anderem wird der Einsäulensaal zu einem temporären Ausweichquartier für die Pfälzer Residenz Weinstube ausgebaut. Im Anschluss soll er für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Auch wird die Haustechnik auf Vordemann gebracht. Die Weinstube muss dann für den zweiten Teilbauabschnitt umziehen. Die Maßnahme ist noch in Planung, wird aber bereits mit rund 21 Millionen Euro veranschlagt.

Königsbau

Königsbau.

Noch in Arbeit ist der Königsbau. Mit ihm wird derzeit bereits ein weiterer wichtiger Teil der Residenz saniert und ausgebaut. Das geschieht in zwei Bauabschnitten, einer im Westen, der andere im Osten. Insgesamt 29 Millionen Euro lässt sich der Freistaat die Maßnahme kosten. Die Sanierung der Innenräume umfasst auch eine Neustrukturierung. Ist alles fertig, sollen die einzelnen Räume zu einer großen zusammenhängenden Museumsfläche werden.

Rubriklistenbild: © fkn

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
Schulterbruch mit fatalen Folgen: Er verklagt eine Münchner Klinik
Schulterbruch mit fatalen Folgen: Er verklagt eine Münchner Klinik
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring

Kommentare