100-Mann-Gang auf Juwelierläden spezialisiert

Chopard-Überfall: Europaweit aktive Bande zerschlagen

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Im Februar 2014 überfiel die international aktive Räuberbande den Münchner Luxus-Juwelier Chopard an der Maximiliansstraße.

Bukarest/München - Rumänische Ermittler haben eine etwa 100 Mitglieder starke Bande zerschlagen, die zwei Jahre lang in Europa Juwelierläden ausgeraubt haben soll. In München überfiel die Gang 2014 den Luxus-Juwelier Chopard.

14 ihrer mutmaßlichen Anführer wurden am Freitag verhaftet, teilte die rumänische Staatsanwaltschaft mit. Sie sollen Luxusgegenstände im Wert von insgesamt zehn Millionen Euro geraubt haben.

Auf das Konto dieser Bande gehe auch ein Überfall auf ein Münchner Uhrengeschäft am 12. Februar 2014, berichtete die für den Kampf gegen Organisiertes Verbrechen zuständige Sondereinheit der rumänischen Staatsanwaltschaft (DIICOT) der Deutschen Presse-Agentur. Vier mutmaßliche Tatbeteiligte seien damals noch am Tatort festgenommen worden, jedoch seien deren Komplizen mit der gesamten Beute - 71 wertvollen Uhren - geflohen. Die Beute konnte bis heute nicht sichergestellt werden.

Die Bande sei fast militärisch organisiert gewesen. Wie in einer „Akademie“ seien ihre meist aus Waisenhäusern und armen Familien rekrutierten Mitglieder in speziell angemieteten Räumen für die Raubzüge trainiert worden. Dazu habe auch ein hartes Sporttraining gehört, habe einer der Festgenommenen bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt.

Der oberste Bandenchef sei bereits seit Monaten hinter Gitter, verurteilt zu zehn Jahren Haft wegen Mordes. Die Raubüberfälle hätten sich unter anderem in Deutschland, Österreich, Belgien, Andorra, den Niederlanden, Kroatien und Slowenien ereignet.

dpa

Bilder: Luxus-Juwelier an der Maximilianstraße überfallen

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