Expertin plaudert

Handtaschen: Das verrät der Inhalt über Besitzerin

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Taschen-Therapeutin Pierantognetti (48).

München - Für Frauen sind Handtaschen mehr als ein einfaches Accessoire. Sie sind eine Aussage. Für die tz haben sich mutige Münchnerinnen im neuen Geschenke-Concept-Store „8 Goldene Wochen“ im ­Luitpoldblock in die Handtasche schauen lassen.

Die Queen nutzt zum Beispiel ihre Handtasche als geheime Botschaft an ihr Sicherheitspersonal! Handtasche in der linken Armbeuge bedeutet „alles in Ordnung“, wandert ihre Tasche jedoch von Arm zu Arm, zeigt sie damit, dass sie die Veranstaltung jetzt gern verlassen würde.

Und: Auch ohne Geheimdienst und Codes ist die Handtasche ein vielsagender Gegenstand. „Für Frauen ist die Handtasche wie die beste Freundin oder das zweite Zuhause. Sie ist bei wichtigen Anlässen dabei, dient als Unterstützung in allen Lebenslagen und ist der Ort von gesammelten Dingen“, sagt Handtaschen-Therapeutin Rosanna Pierantognetti (48). Handtaschen-Therapeutin? Ja, richtig gelesen! Rosanna Pierantognetti schaut der interessierten Dame in die Tasche, zieht daraus Rückschlüsse auf die Besitzerin und gibt dann Tipps, um das Leben zu optimieren. Frei nach dem Motto: Zeig mir deine Handtasche – und ich sag dir, wer du bist!

Vorbild für diese verrückte Geschäftsidee: Rosannas Tochter! „Sie hat immer lieber in meiner Handtasche gekramt, als mit Lego zu spielen“, sagt sie.

Für die tz haben sich mutige Münchnerinnen im neuen Geschenke-Concept-Store „8 Goldene Wochen“ im ­Luitpoldblock in die Handtasche schauen lassen. Tipp: Am 20. Dezember ist dort zum Ausgleich Männertag – mit Wein, Zigarren und Uhren.

Die Perfektionistin

Eugenija Günthers (51) Handtasche ist sehr individuell. „Sie verzichtet auf das Logo einer teuren Marke, trotzdem ist es eine sehr hochwertige Tasche“, so die Expertin. Das heißt, dass für sie die Qualität im Vordergrund steht und nicht nur der äußere Schein. Aus dem Inhalt schließt die Therapeutin, dass die Besitzerin eine Perfektionistin ist. Nagelclip und Kaschmir-Kamm sind keine Alltagsgegenstände. „Die Besitzerin möchte für jede Situation gewappnet sein“, erklärt Pierantognetti. Für sie ist zudem eine Mischung aus Business und Emotion charakteristisch. „Dafür sprechen Glückssteine und Gegenstände, die man schön anfassen kann“, sagt die Therapeutin. Dem Urteil der Expertin stimmt Eugenija Günther zu: „Ich bin perfektionistisch. Auch die Qualität und Individualität ist mir sehr wichtig – aber ohne, dass es auffällt.“

Die Trendige

Bei der Handtasche von Lena Schmitz (18) fällt eines sofort ins Auge: Schwarz, ganz viel Schwarz! „Das zeigt, dass die Beistzerin dieser Handtasche ­genau weiß, was sie will und dass sie sehr zielorientiert ist“, sagt die Expertin. Außerdem gilt ganz ­grundsätzlich: Mit Schwarz kann man nichts falsch machen, mit Schwarz liegt man voll im Trend. Dem stehen jedoch die einzelnen farblichen Hingucker in der Tasche ­gegenüber. Die Expertin analysiert: „Das spricht für Kontaktfreudigkeit und Lebenslust!“ Beim Inhalt fallen der Therapeutin außerdem sofort die ­vielen einzelnen Schlüssel auf: „Ein Zeichen von ­fehlender Struktur.“ Und was sagt die Besitzerin? „Sehr passend. Mir fehlt schon etwas die Struktur und ich bin auch chaotisch. Außerdem habe ich immer angesagte Taschen.“

Die Schillernde

Das funkelt ganz schön! In Monika Scheddins (53) Handtasche glitzert sogar das Brillenetui. „Das Verspielte zeigt die feminine Seite der Besitzerin“, so die Expertin. Der Glitzer spricht jedoch auch für eine schillernde Person und eine Frau, die gerne in der Öffentlichkeit steht. Ansonsten sind in der Tasche viele rechteckige, schwarze Gegenstände zu finden. „Die Besitzerin ist strukturiert und weiß, was sie möchte“, sagt Pierantognetti. Die Tasche von außen ist auch sehr prägnant. „Die Handtasche ist eher verspielt und weich, was für die Weiblichkeit und auch für Emotionalität spricht“, so das Urteil der Therapeutin. Dies bestätigt auch die eigene Wahrnehmung von Monika Scheddin: „Ich sehe mich genauso. Das Urteil ist aber so wie bei der Astrologie. Man nimmt es nicht so ernst. Die Hauptsache ist, dass es ein gutes Urteil ist.“

Florian Fussek

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