Installation in der Heilig Geist Kirche

Der Garten Eden mitten in München

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Stephan Maria Alof (links) und Architekt Gabriel Iilg im Garten Eden.

München - Die Kirche Heilig Geist am Viktualienmarkt präsentiert sich aktuell mit ungewöhnlicher, neuer Innenausstattung. Ein Landschaftsarchitekt hat in dem Gotteshaus seine Vorstellung des Garten Edens umgesetzt.

Hallelujah! Was ist da denn los? Bäume soweit das Auge reicht, harmonisches Wassergeplätscher aus Lautsprechern und den Altarraum schmückt ein Kräutergarten: Eine wahre Wohlfühloase und das mitten in München. Genauer gesagt in der Kirche Heilig Geist am Viktualienmarkt. Das Gotteshaus präsentiert sich mit ungewöhnlicher, neuer Innenausstattung. Verantwortlich dafür: Landschaftsarchitekt Gabriel Jilg (35). Seine Installation trägt den Namen „Garten Eden 2014“ und entstand gemeinsam mit Kirchenvorstand Stephan Maria Alof.

In der tz erzählt er, was es damit auf sich hat: „Wir wollten eine Oase in der Stadt schaffen und gleichzeitig die Kirche beleben. Deshalb haben wir uns bewusst für das Thema Natur entschieden.“ So spielt etwa der Baum in vielen Religionen eine wichtige Rolle – als Verbindung zwischen Himmel und Erde. Gärten und Oasen spenden Schatten und Erholung und sind somit paradiesische Orte des Lebens. Dazu erklärt Stephan Maria Alof: „Unser Garten hier bildet ein Labyrinth. Das ist Symbol dafür, dass jeder Mensch in seinem Leben Umwege gehen muss. Der Brunnen wiederum steht für Jesus Christus als Quelle des ewigen Lebens.“ Alof ist wichtig zu betonen, dass jeder gerne willkommen ist. „Alle Religionen sind herzlich eingeladen, hier zu beten und zu verweilen.“ Um mangelndes Interesse muss sich Roth aber keine Sorgen machen, denn die Besucher kommen zahlreich. An die 3500 Leute strömen täglich in die Kirche. Aus ganz Bayern reisen Gruppen extra an. „Wir überlegen uns, die Installation auch in anderen Städten Deutschlands zu zeigen. Wir bekommen viele Anfragen“, so Alof stolz. Bis zum 7. September ist der Garten Eden noch in der Heilig Geist Kirche zu besichtigen.

Philipp Maluska

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