Kundgebung am Tag der Arbeit

Hier rockt die Demo: 2000 Menschen am Marienplatz

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Die Gewerkschafter fahren mit schweren Maschinen vor.

München - Die Gewerkschaften haben auch heuer am 1. Mai zu ihren Kundgebungen geladen. In München drängen sich etwa 2000 Menschen auf dem Marienplatz.

Pünktlich zum Glockenspiel auf dem Marienplatz beginnt das Trillerpfeifenkonzert, dann setzen die Trommeln ein. Auf der Bühne neben dem Rathaus steht Simone Burger, Vorsitzende des Kreisverbands München des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). „Das Modewort des Jahres ist Vertrauen“, ruft sie der Menge zu. Transparente schwingen durch die Luft, Verdi-Fahnen wehen über den Platz. „Aber wir werben heute nicht für Vertrauen, sondern für Solidarität.“ Die Trillerpfeifen werden lauter, Applaus mischt sich darunter.

Sie wollen auch höhere Löhne.

Die Gewerkschaften haben auch heuer am 1. Mai zu ihren Kundgebungen geladen. Etwa 82 000 Menschen gingen in ganz Bayern bei mehr als 120 Veranstaltungen auf die Straße. In München drängen sich etwa 2000 Menschen auf dem Marienplatz. „Wir fordern: Mindestlohn ohne Ausnahmen, flächendeckende Tarifbindung und ein soziales Europa“, sagt Simone Burger. Dann übergibt sie das Mikrofon an den Hauptredner, Michael Vassiliadis. Der Vorsitzende der Chemiegewerkschaft IG BCE wirbt für gesetzlichen Mindestlohn. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ Zudem fordert er Entlastung für die Arbeitnehmer. „Unser Steuersystem braucht soziale Korrekturen.“ Auch Neu-OB Dieter Reiter (SPD) ist gekommen. „Ein witziger Wink des Schicksals“, sagt er. „Ich habe meinen ersten Tag am Tag der Arbeit.“

Patricia Kämpf

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