„Wir sind das Original“

Brauerei-Chef: So wichtig ist das Hofbräuhaus

Das Münchner Hofbräuhaus am Platzl.

München - Was Betriebswirte eine „Markenanalyse“ nennen, kann viel mehr Spaß machen, als man denkt. Zum Beispiel, wenn es um Hofbräu München geht …

Da kamen drei Begriffe raus, die Menschen aus aller Welt mit der Münchner Brauerei verbinden: „Hofbräuhaus“, „Oktoberfest“ und „Umtata“. Das erzählt Hofbräu-Chef Michael Möller (56), als er zum Weihnachtsbesuch bei der tz vorbeischaut – und er freut sich über diese Einschätzung. Denn es zeigt: „Wir sind original.“

Dieses Verwurzelt-Sein: Das pflegen sie beim Hofbräu. Mit dem eigenen Wiesnzelt, logisch. Und eben, ganz wichtig, mit dem Hofbräuhaus. Möller: „Wir sind original – beim Essen, beim Trinken, bei der Musik.“

Das Haus am Platzl, bewirtet von Wolfgang und Michael Sperger: Es ist das, was man bei Modeketten einen „Flagship Store“ nennen würde. Das Flaggschiff, das wichtigste Geschäft.

Zwischen diesem und dem oberen und dem rechten Foto liegen rund 100 Jahre – Sie sehen: Die Substanz ist geblieben. 

Und entsprechend wichtig nimmt die Brauerei das Haus. Möller sagt: „Da steckt viel Geld drin.“ Allein für Umbau- und Renovierungsarbeiten werden im Schnitt 1,5 bis 2,5 Millionen Euro pro Jahr fällig. Derzeit bauen sie zum Beispiel grad eine neue, große Bierleitung unter der Schwemme. Und wenn die fertig ist? Dann gibt’s neue Projekte. Das Hofbräuhaus mit seinen insgesamt rund 3500 Sitzplätzen ist ein Riesen-Wirtshaus, da ist immer was zu tun. Möller lächelt: „Wenn wir fertig sind, fangen wir vorn wieder an.“

So hat das Hofbräuhaus mittlerweile beides: die Atmosphäre eines ursprünglichen, bodenständigen, bayerischen Wirtshauses – aber das alles modern und hochwertig. Die Kundschaft weiß es zu schätzen, es kommen überdurchschnittlich viele Stammgäste, es gibt überdurchschnittlich viele Stammtische.

Diese 10 Münchner Sehenswürdigkeiten müssen Sie erlebt haben

Es funktioniert, obwohl die Umgebung auf Anhieb schwierig klingt. Das Schuhbeck-Imperium, das Hard Rock Café, das Ayingers, zwei Japaner – jede Menge Restaurants, die um die Gunst der Gäste kämpfen. Möller sagt aber: „Das ist ein Miteinander, kein Gegeneinander.“ Und: „Mit einem eigenen Konzept kann man da leben.“

Im Mittelpunkt dieses Konzepts stehen nach wie vor frische Produkte – unter anderem Fleisch von der eigenen Metzgerei (mittlerweile in Brunnthal). Und Möller lächelt: „Es gibt nirgendwo frischeres Bier als bei uns …“

Halbfinale im Bier-Battle: Helfen Sie Ihrem Favoriten ins Finale!

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Zoff wegen Zettel: Busfahrer prügelt Tätowierer halbblind
Zoff wegen Zettel: Busfahrer prügelt Tätowierer halbblind
Nicht mit Oma Margret: Betrüger scheitern mit dreister Masche
Nicht mit Oma Margret: Betrüger scheitern mit dreister Masche
Wegen Dieselverbot: Münchner Händler fürchten Verluste
Wegen Dieselverbot: Münchner Händler fürchten Verluste
Münchens hässlichste Plätze: Versprechen viel - halten wenig
Münchens hässlichste Plätze: Versprechen viel - halten wenig

Kommentare