Geschäftsführerin stellt klar

Trotz Protesten: Hugendubel am Marienplatz schließt

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Das Aus für die Filiale, die seit 1979 das Bild des Platzes prägt, schlägt in der bayerischen Landeshauptstadt hohe Wellen.

München - Die Buchhandelskette Hugendubel muss ihre Filiale am Münchner Marienplatz im kommenden Jahr trotz Protesten aus der Bevölkerung schließen.

Geschäftsführerin Nina Hugendubel trat in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) Spekulationen entgegen, dass der Mietvertrag für das Buchgeschäft doch noch verlängert werde.

Das Aus für die Hugendubel-Filiale, die seit 1979 das Bild des Platzes prägt, schlägt in der bayerischen Landeshauptstadt hohe Wellen. Mehrere tausend Menschen unterzeichneten eine Online-Petition gegen die Schließung der Filiale gegenüber dem Rathaus. „Wir haben uns enorm gefreut über den Zuspruch“, sagte Hugendubel. Der Stand der Dinge sei aber unverändert. „Es ist nach wie vor so, dass sie auf jeden Fall schließen wird - auch wenn das schmerzlich ist.“ In das Gebäude soll nächstes Jahr die Telekom einziehen.

Hugendubel: Keine Angst vor E-Books

Unterdessen sieht Hugendubel trotz der wachsenden Bedeutung von E-Books und dem Online-Handel gute Chancen für Buchgeschäfte in Deutschland. Allerdings ändert sich bei Hugendubel das Konzept: Weg von riesigen Einkaufstempeln, in denen es neben 50 verschiedenen Ratgebern zur Rosenzucht auch Brotdosen für Kleinkinder gibt, hin zu kleineren Geschäften mit weniger Auswahl, aber mehr Beratung. „Wir wollen insgesamt eher auf kleinere Flächen gehen, eher auf 600 Quadratmeter als auf 2000“, sagt Hugendubel, die das 1893 gegründete Familienunternehmen zusammen mit ihrem Bruder Maximilian und weiteren Geschäftsführern leitet. Hugendubel gehört neben Thalia und Weltbild zu den größten Buchhändlern in Deutschland.

dpa

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