Polizei veröffentlicht Foto

Juwelier ausgeraubt: Wohin flüchtete der Räuber?

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Wer hat diesen Mann am Montag, 23. Juni, etwa zwischen 10 und 12.15 Uhr im Bereich zwischen Isartor und Viktualienmarkt gesehen?

München - Juwelier am Viktualienmarkt ausgeraubt: Die Polizei fahndet nach dem zweiten, flüchtigen Täter. Sein im Krankenhaus liegender Komplize schweigt eisern. Wohin könnte der Mann geflüchtet sein?

Mit der linken Hand greift der komplett schwarz gekleidete Räuber gerade in die Tasche, in der der Vorschlaghammer steckt. Mit der rechten Hand wird er gleich die zur Mütze aufgerollte Maske über sein Gesicht ziehen. Das Foto zeigt die letzten Sekunden, bevor der schwarze Mann gleich mit seinem (bereits gefassten) serbischen Komplizen Nikaola J. (36) in die Räume der „Goldstube“ stürmt und „Get down! Get down“ brüllen wird.

Am Freitag gab die Münchner Polizei ein Foto des gesuchten zweiten Räubers heraus, der am Montag (23. Juni) um 12.10 Uhr den Juwelierladen in der Westenriederstraße 13 überfallen hatte. Von ihm sind weder Name noch Alter oder Herkunft bekannt. Denn der immer noch unter Polizeibewachung im Krankenhaus liegende Komplize schweigt eisern.

Ladeninhaber zwei Wirbel gebrochen

In dem Laden kam es zum wilden Kampf, als der Geschäftsinhaber Marco H. (48) und sein Sohn Moritz (21) die Täter todesmutig angriffen. Marco H. entriss dem Räuber zunächst die (scharfe!) Schusswaffe. Wütend schlug Nikaola J. dem Inhaber den Vorschlaghammer auf den Rücken und brach ihm damit zwei Wirbel. Sohn Moritz gelang es, ihm den Hammer zu entreißen. Da flohen die Räuber sofort. Der schwarze Mann erreichte einen in der Nähe geparkten, silbernen Roller, mit dem er den kleinen Hügel zur Frauenstraße hinaufraste und links abbog. Der Roller wurde später in nur wenigen hundert Metern Entfernung in der Zwingerstraße gefunden. Von dem Täter fehlt seitdem jede Spur.

Sein Komplize Nikaola J. kam nur wenige Meter weit. Moritz H. warf ihm wütend den Vorschlaghammer hinterher, traf ihn auch und konnte ihn auf dem Boden liegend überwältigen und festhalten, bis die Polizei eintraf. Die war schnell da, denn eine Angestellte hatte bereits während des Überfalls stillen Polizeialarm ausgelöst. Nikaola J. liegt seitdem mit einer massiven Kopfverletzung im Krankenhaus. Gegen ihn erging mittlerweile Haftbefehl wegen schweren Raubes. Er war sehr auffällig gekleidet mit weißem Hemd und Hose, königsblauen Schuhen und Jackett, lila Socken und blonder Perücke.

Die Männer waren am Tattag zusammen unterwegs. Die Polizei (Tel. 2910-0; Kommissariat 21) fragt darum, wer die Räuber in der Zeit von 10 und 12.10 Uhr zwischen Isartor und Viktualienmarkt gesehen hat.

Dorita Plange

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