Räumungsverkauf Ende Mai

Kampf gegen Mietpreise: Geobuch im Rosental gibt auf

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Der Geobuch-Laden im Rosental.

Nach fast 25 Jahren muss der Geobuch-Laden am Viktualienmarkt schließen. Schuld ist die steigende Miete. Kunden und Fans des Reisebuchladens sind fassungslos. 

München - Ein weiteres kleines Geschäft in der Innenstadt muss für immer schließen: Die Spezialbuchhandlung Geobuch schließt noch Ende Mai nach fast 25 Jahren für immer die Pforten. 

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, kämpft der Geobuch-Laden im Rosental seit 2009 gegen die immer weiter steigende Miete an. 

Der Geschäftsführer meldete damals Insolvenz an - der Reiseveranstalter Mavia Soul Travel übernahm das Geschäft. Eine Zeit lang sah es so aus, als würde er den Kampf gewinnen - diese Hoffnung ist nun zerstört.

Schon im Februar dieses Jahres wandte sich Geschäftsführerin Julia Malchow via Facebook an ihre Kunden. Sie musste den Laden des Geldes wegen verkleinern. 

Doch auch diese Maßnahme hat nicht geholfen. Treue Kunden sind entsetzt über das Aus, das die Geschäftsführerin ebenfalls auf Facebook verkündete. Unter dem Abschiedspost von Geobuch kommentiert Kundin Britta M.: „Die Ecke am Viktualienmarkt wird ohne euch nie mehr dieselbe sein - ich kann es noch gar nicht fassen!“ 

Am 24. Mai schließt der Buchladen für immer. Der Räumungsverkauf beginnt am 25. Mai um 10.30 Uhr. 

Geobuch ist nicht der einzige Laden, von dem sich die Münchner in der letzten Zeit verabschieden mussten.. Nach mehr als 100 Jahren schloss das Traditionsgeschäft Tremel Dessous im Ruffinihaus. In der Sendlinger Straße schloss 2016 „Lewandowski Korsetten“. Nach fast 400 Jahren musste im Herbst 2016 die Karmeliten-Apotheke in der Altstadt ihre Türen schließen. Ende 2015 wurde der schrille und zugleich legendäre Kostümladen „Cinyburg“ aufgegeben. 2014 verabschiedeten sich die Münchner schweren Herzens von der Confiserie Rottenhöfer in der Residenzstraße. 2012 gab es reichlich Wirbel um die Schließung des „Stempel Berger“ im Rathaus.

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