München poliert seine Wahrzeichen auf

Wie das Karlstor künftig aussehen soll

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Das Karlstor am Stachus.

München - München poliert seine Wahrzeichen auf: Im Sommer wird das Karlstor neu angestrichen. Bei der Auswahl der Farbe mussten sich die Denkmalschützer was einfallen lassen.

München poliert seine Wahrzeichen auf: Bald soll der eingerüstete Südturm der Frauenkirche strahlen wie der Nordturm. Die Theatinerkirche wird gestrichen. Im Olympiastadion rücken die Sanierer an. Und bald wird auch am Stachus gemörtelt und geweißelt: Die Stadt renoviert das Karlstor – am Torbogen hat das Baureferat schon einige Farbmuster aufgetragen. Welchen Anstrich hätten S’ denn gern?

Gut 20 Jahre sind die letzten Arbeiten her, seitdem ist das nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaute Stadttor arg ergraut und auch der Putz bröckelt. Darum sollen die Schäden vor allem am Sockel der Pforte in die Fußgängerzone ausgebessert werden, teilt das Baureferat auf Anfrage der tz mit.

Die Denkmalschützer haben fünf Farbtöne ausprobiert – und sich für Nummer römisch II entschieden.

Fünf Farbtöne hat die Stadt ausprobiert – an dieser prominenten Stelle ist das ein Fall für die Denkmalschützer. Und wie soll das gehen, wo doch die alten Bilder des Karlstors in Schwarz-weiß aufgenommen sind? Die Experten haben alte Gemälde des Stachus-Rondells ausgewertet – und sind auf einem mehr als 120 Jahre alten Aquarell fündig geworden. Letztlich haben sie sich für Farbton römisch II entschieden: „rötlich unterlegte Weißfassung“. Die Maler sollen in den nächsten Sommerferien anrücken. Zwei Monate lang wird das Wahrzeichen eingerüstet sein.

Das Karlstor:

1302 wurde das westliche Tor der zweiten Stadtmauer erstmals urkundlich erwähnt – bis 1791 hieß es Neuhauser Tor. Bis 1857 thronte zwischen den beiden Türmen ein viel höherer Hauptturm, der nach einer Explosion abgerissen werden musste.

David Costanzo

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