Entscheidungsstau am Thomas-Wimmer-Ring

Kein Ende im Streit um Altstadt-Ring: Neue Verkehrsführung oder nicht?

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Der Streitpunkt: Wie viele Fahrstreifen soll es hier künftig geben?

In welcher Form wird der Thomas-Wimmer-Ring wiederhergestellt? Der Planungsausschuss des Stadtrats hat eine Entscheidung vertagt – obwohl die Zeit drängt.

Der Streit um die Zukunft des Thomas-Wimmer-Rings geht in die nächste Runde. Der Planungsausschuss des Stadtrats hat eine Entscheidung vertagt – obwohl die Zeit drängt. „Wir hatten gehofft, dass wir mit einem eindeutigen Signal an den Investor herantreten können“, sagte die stellvertretende Stadtbaurätin Jacqueline Charlier.

Am Thomas-Wimmer-Ring wird derzeit eine Tiefgarage für 520 Autos gebaut, der Investor ist für die Wiederherstellung der Straße in dem Bereich verantwortlich – eine neue Verkehrsführung gäbe es also quasi zum Nulltarif. Allerdings läuft dieser Tage die Frist ab, in der die Stadt erklären soll, wie die künftige Oberflächengestaltung aussehen soll. Kann sie sich zu keiner Entscheidung durchringen, wird die Straße einfach wieder in den Ursprungsstand zurückversetzt.

Das will eigentlich niemand im Rathaus. Die Streitfrage: Auf wie vielen Spuren soll der Verkehr künftig rollen? Bevor das Loch für die Tiefgarage gebuddelt wurde, waren hier sechs Spuren vorhanden. Der zuständige Bezirksausschuss und die Grünen wollen, dass die Straße auf vier Spuren zurückgebaut wird. Zwar ergab eine Untersuchung ebenfalls, dass vier Fahrspuren reichen, gleichzeitig zeigte sich aber ein neues Problem: Wild in zweiter Reihe parkende Reisebusse blockieren eine der Fahrspuren quasi dauerhaft. Für die Stadt der Grund, sich für eine Variante mit fünf Fahrspuren zu entscheiden.

„Illegales Parken darf nicht der Grund dafür sein, an einem Relikt der autogerechten Stadt an zentraler Stelle festzuhalten“, findet Paul Bickelbacher (Grüne). Die einmalige Chance auf eine mutige Neugestaltung nicht zu nutzen wäre blamabel, sagt er und warnt: „Was wir jetzt beschließen, wird für die nächsten 30 Jahre im Stadtbild zementiert.“

Marc Kniepkamp

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