Plötzlich hebt der Boden ab!

Kurioser Unfall: Katapult-Horror vor der Schranne

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Geschockt sitzt Christa S. nach ihrem unfreiwillgen Abflug vor der Schranne

München - Ein Sonntagsspaziergang hat sich für Christa S. zum Horror entwickelt. Gegenüber der tz schildert sie, was ihr vor der Schrannenhalle für eine unfassbare Geschichte passiert ist.

Auf einmal hebt der Boden unter den Füßen ab. Mit einem kräftigen Ruck wird Christa S. (58) nach oben katapultiert. Die Frau verliert das Gleichgewicht und stürzt. Ein Sonntagspaziergang am Viktualienmarkt endet für sie als Horror. Gegenüber der tz schildert sie, was ihr vor der Schrannenhalle für eine unfassbare Geschichte passiert ist.

Plötzlich hob der Boden ab.

„Ich dachte, dass das jetzt ein Erdbeben ist“, sagt die 58-Jährige aus Unterschleißheim. Sie ist mit ihrem Mann und zwei Freunden unterwegs, um einen Kaffee zu trinken. Als sie an der Schranne vorbeigehen, greift sie zu einem Taschentuch. Dann geht es in rasantem Tempo nach oben. „Meine drei Begleiter sind noch runter gesprungen, ich bin auf die Seite gestürzt.“ Resultat: Prellungen überall – Zehen, Knie, Hüfte, Schulter. Stiefel und Jeans kaputt, die Jacke versaut. „Ich hatte einen richtigen Schock, wusste gar nicht, was da passiert ist. Das Ding ist einfach rausgeschossen, plötzlich war ich zwei Meter in der Luft!“

Kytaro-Chef Leonidas Arachovitis will sich um den Schaden kümmern.

Zehn Minuten sitzt sie wie benommen auf der Betonplatte. Dann erst fährt das Gefährt wieder ein – und das Rätsel löst sich langsam. Es handelt sich um einen Aufzug, der die Mülltonnen aus dem Keller der Schranne nach oben bringt. Bedienen können dies offenbar alle Mieter des Gourmettempels von Hans Hammer. In diesem Fall waren dies offenbar Mitarbeiter des gerade eingezogenen Kult-Griechen Kytaro. Chef Leonidas Arachovitis erklärt: „Wir hatten am Nachmittag geschlossen, ein Mitarbeiter war im Keller und hat den Container in den Aufzug gestellt. Aktiviert werden kann er über einen Schlüssel aber nur von oben aus“, sagt er. „Wer ihn in Gang gesetzt hat, müssen wir klären, da sind wir gerade dabei.“ Um den Schaden, der Christa S. entstanden ist, will Arachovitis sich aber auf jeden Fall kümmern und die Sache der Versicherung übergeben. „Das war wirklich ein dummer Vorfall, wir werden das regeln.“

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Christa S. geht ihr unfreiwilliger Abflug vom Sonntag nicht aus dem Kopf. Sie überlegt, ob sie einen Anwalt einschalten soll. Sie hat immer noch Schmerzen, jeder Handgriff und jeder Schritt tun ihr weh.

„Wir sind gerade umgezogen, die beiden Freunde haben uns dabei geholfen. Deswegen wollten wir mit ihnen zum Kaffeetrinken.“ Vielleicht lässt sich ja das Nachholen – mit einer Wiedergutmachungs-Einladung aus dem Kytaro, wenn Christa S. wieder fit ist.

Stefan Dorner

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