Wie unsere Leser die Aktion sehen

Stripshow an Gymnasium: "Wurde jemand traumatisiert?"

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Mit dieser Stripshow am Luitpold-Gymnasium sorgte Jarly (32) für Furore. Die Reaktionen unserer Leser fielen ganz unterschiedlich aus.

München - Nackte Brüste in der Schulaula: Die Abiturienten am Luitpold-Gymnasium hatten eine Stripshow gebucht. Die Reaktionen unserer Leser fallen unterschiedlich aus - von Begeisterung bis Empörung.

Sie war kurz, aber sie war auch intensiv: Die professionelle Striptease-Einlage beim Abistreich am Münchner Luitpold-Gymnasium hat medial für große Aufmerksamkeit gesorgt. Die Reaktionen unserer Leser auf diesen außergewöhnlichen Abschlussstreich fallen ganz unterschiedlich aus.

"Eine Schweinerei und Zügellosigkeit"

Eine Szene in der Show: Ein Schüler sitzt oberkörperfrei auf einem Stuhl, hat die Beine gespreizt. Stripperin Jarly (32) in knapper schwarzer Unterwäsche beugt sich lasziv über den jungen Mann. Später zieht sie ihren Tanga aus. Daneben ein Stripper, der den Kopf einer Schülerin an seinen Schritt führt. Eine heiße Stripshow in der Schulaula und Bilder davon im Internet - das gab es noch nicht allzu oft.

tz-User "Schnappatmung" stellt sich hinter die Schüler: "Besser als die (Sauf)Randale an anderen Abifeten", schreibt er. Und ein Leser mit dem Nickname "MuenchenerKommentar" schreibt: "Und immerhin haben die Abiturienten auch an die Mädels gedacht und sowohl eine Stripperin als auch einen Stripper engagiert."

Es gibt aber auch kritische Stimmen: "Eine Schweinerei und Zügellosigkeit", schreibt User "DocTex". Unter dem Nickname "Konsumorientiertes 08/15" schreibt ein Leser: "Traurig, dass der 'zukünftigen Elite' nichts Banaleres einfällt, als beim Eventmanager eine Bestellung aus der untersten Schublade zu ordern. Grad mal auf'm Niveau eines dieser phantasielosen, allerweltsdoofen Junggesellenabschiede."

Neue Erfahrung auch für die Stripperin

Auch für Stripperin Jarly (32) war ein Striptease an einer Schule eine neue Erfahrung. "Ich hab zwar schon wirklich fast überall getanzt: auf Scheidungen, in einer Anwaltskanzlei. Aber einen Job in der Schule hatte ich tatsächlich noch nie", sagt Jarly im Interview mit der tz

tz-User "MadridistaMUC" begrüßt die Aussagen der Blondine. "Nach diesem Interview sollten sich die erzkonservativen Aufregen (sic!) mal beruhigen", fordert er auf tz.de.

Der Direktor ließ den Spaß zu - ist das gut?

Dass der Direktor den Spaß zugelassen hat, bewerten die User positiv. "Unser Abi-Streich an dieser Schule war damals bei weitem nicht so lässig! Cooler Direktor!", schreibt "max57". Nutzer "Kangaroo" kommentiert: "Hauptsache, es hat den Abiturenten und Abiturentinnen Spaß gemacht. Ein großes Lob an den Schulleiter."

Auch hier gibt es aber auch Kritik. "Ich finde das aber absolut unangebracht, das in den Räumlichkeiten der Schule zu machen. Wenn sie volljährig sind, können sie doch auch einen Stripclub aufsuchen", schreibt ein Leser mit dem Kommentar-Namen "Auch mal an übermorgen denken". Dass die Aktion fotografiert wurde, sei zudem nicht besonders schlau gewesen, meint der Leser. "Sollte einer der Anwesenden jemals ein öffentliches Amt oder eine höhere Position anstreben kann er oder sie sicher sein, dass diese Aufnahmen und Aufzeichnungen ganz zufällig wieder auftauchen, den Medien zugespielt werden oder Erpressungsversuche gemacht werden. Das war es dann mit der Karriere."

Zum Finale der Schulzeit fallen die Hüllen. Dieser Abi-Streich am Luitpold-Gymnasium sorgt für Empörung.Update Nr. 2:...

Posted by tz München on Mittwoch, 1. Juli 2015

 

Enorme Leser-Resonanz auf Facebook

Mit lachenden Smilies kommentiert Peter H. die Aktion. "Für die Kreativität würde ich ne 1 mit * vergeben", schreibt er auf Facebook. Kritik kommt unter anderem von Angela S.  "Fremdschämen ist bei mir jedenfalls angesagt", schreibt sie.

Eine andere Meinung hat dagegen Jennifer G."Ich bezweifle dass irgendjemand traumatisiert wurde, aufgrund einer tanzenden Stripperin", schreibt sie. Leah R. kommentiert: "Lasst sie machen die haben Abi. Es passiert ja nichts. Nackte Haut tut nicht weh."

Fazit:Ein Striptease in der Schule ist gewagt - es geht aber noch deutlich krasser: Das sindsieben Abistreiche, die keiner so schnell vergisst. Unter anderem stürmten vermummte und bewaffnete Schüler ihre Schule - da hörte der Spaß ganz schnell auf, die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an.

Bilder: Das ist Jarly - die Stripperin vom Abistreich

dor

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