Rätselraten am Nationaltheater

Dieser umgekippte Laster ist kein Unfall

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Unser Leser Djordje Matkovic hat den vermeintlichen Unfall vor dem Nationaltheater fotografiert.

München - Kurioser "Unfall" vor dem Münchner Nationaltheater: Auf dem Max-Joseph-Platz liegt ein Lastwagen. Was auf den ersten Blick wie ein Unfall aussieht, ist aber gar keiner...

Es passt nicht richtig ins Bild: Vor dem Nationaltheater, mitten auf dem Max-Joseph-Platz, liegt ein Lastwagen, mit rot-weißem Absperrband gesichert. Unser Leser Djordje Matkovic hat der Onlineredaktion Bilder geschickt, die augenscheinlich einen Unfall zeigen. Aber eben nur augenscheinlich.

Auf die E-Mail des Lesers folgen Nachfragen bei Polizei und Feuerwehr - und Rätselraten. Denn die Nachfragen ergeben: zunächst nichts. Unfall? Fehlanzeige. Weder die Berufsfeuerwehr noch die zuständige Polizeiinspektion wurden alarmiert.

Bilder: Lastwagen liegt vor dem Nationaltheater

Dann liefert die Polizei den ersten Hinweis: Der vermeintliche Unfall ist Kunst! "An vier Stellen in München sollen solche Objekte liegen", sagt Polizeisprecher Wolfgang Behr. Die Installationen seien genehmigt, ein entsprechendes Dokument liege der Einsatzzentrale vor. Auch das Kreisverwaltungsreferat ist zunächst ratlos. Wer hat das Projekt genehmigt? Antwort: das Baureferat.

Die Szenerie ist Teil eines Kunstprojekts. Anlass: das RODEO, ein Tanz- und Theaterfestival der Stadt München, das am Mittwoch beginnt. "Uns liegt eine Sondernutzungsgenehmigung vor", erklärt Behr. "Der umgekippte Laster heißt 'Das trojanische Pferd' und ist ein Projekt von Sebastian Hirn."

Was an den anderen Standorten - Entenbachstraße, am Gasteig (Ecke Zellstraße) sowie an der Dachauer/Ecke Schwere-Reiter-Straße - geplant ist, kann der Polizeisprecher nicht sagen. Nur, dass die Standorte der Installationen die Spielorte gedanklich verbinden sollen. So steht es auf der Website www.rodeomuenchen.de.

"Die Genehmigung für die Installationen gilt während des gesamten Festivals, also bis 12. Oktober", so Behr. Will heißen: Noch bis Sonntag könnten im Stadtgebiet ungewöhnliche Bilder entstehen.

kb

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