Aufbau zum Tag der Deutschen Einheit

Ludwigstraße ist ab Freitag gesperrt

+
Mittelpunkt des großen Bürgerfests zum Tag der Deutschen Einheit: die Ludwigstraße.

München - Der Aufbau für die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit beginnt am Freitag, die Ludwigstraße wird gesperrt – und Radfahrer müssen auf Gehwege ausweichen.

Wer regelmäßig durch die Ludwigstraße fährt, muss sich ab Freitag eine andere Route einfallen lassen: Die Straße wird ab dem morgigen Freitag bis zum 4. Oktober gesperrt. Grund sind die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit, die in der kommenden Woche in München stattfinden. In diesem Jahr ist Bayern der Gastgeber, weil es zurzeit den Vorsitz im Bundesrat innehat.

Die Ludwigstraße wird am 2. und 3. Oktober zum Mittelpunkt eines großen Bürgerfests. Auch der Odeonsplatz, das Siegestor, der Hofgarten, der Marstallplatz und die Alfons-Goppel-Straße gehören zur Festmeile. Alle Straßen, die in diesen Bereich einmünden, werden an der Kreuzung zur Festmeile gesperrt. Für die Tage, an denen der Auf- und Abbau läuft (28. September ab 10 Uhr bis 2. Oktober um 6 Uhr sowie zum Abbau am 4. Oktober), gelten eingeschränkte Sperrungen.

Anlieger, die an der Ludwigstraße leben, können ihre Wohnungen die ganze Zeit über erreichen – wenn auch während der Feierlichkeiten nicht über die Ludwigstraße. Dazu werden die Einbahnregelungen im Bereich der Schackstraße, der Adalbertstraße (zwischen Amalien- und Ludwigstraße) und der Rheinbergerstraße aufgehoben. Während des Auf- und Abbaus können Verkehrsteilnehmer die Ludwigstraße im Kreuzungsbereich Oskar-von-Miller-Ring und Von-der-Tann-Straße überqueren.

Nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Radler müssen im betreffenden Zeitraum umdenken. Ab Freitag werden die Radwege entlang der Ludwigstraße in beiden Richtungen aufgehoben. Während des Auf- und Abbaus dürfen Radfahrer noch bis einschließlich Montag den Gehweg mitbenutzen. Das Kreisverwaltungsreferat bittet die Radfahrer, in dieser Zeit langsam zu fahren und Acht auf Fußgänger zu nehmen. Am 2. und 3. Oktober gilt die Sperrung aber auch für Radler. Am besten sollten sie ebenso wie die Autofahrer das Areal umfahren. Für Besucher des Bürgerfests stehen keine Parkplätze zur Verfügung.

Am Mittwoch, 3. Oktober, kann es auch in der Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen kommen. Zum ökumenischen Gottesdienst in der Sankt-Michaels-Kirche und dem anschließenden Festakt in der Staatsoper sind hochrangige Gäste eingeladen. Die Polizei hat mögliche kurzfristige Sperrungen im Bereich des Kreuzviertels und des Graggenauviertels angekündigt, außerdem Personen- und Taschenkontrollen.

Rund um die Sankt-Michaels-Kirche und den Promenadeplatz wird es dann deutlich weniger Parkplätze geben. Anwohner dürfen ihre Autos dafür an der Südseite des Maximiliansplatzes abstellen, zwischen Pacellistraße und Jungfernturmstraße auf beiden Seiten. Diese Regelung gilt vom 2. Oktober ab 20 Uhr bis zum 3. Oktober um 18 Uhr. Es kostet die Anwohner nichts, die Ersatzparkplätze zu benutzen, sie müssen aber ihren Parkausweis „Altstadt“ auslegen. Auch an diesem Tag empfiehlt es sich für Besucher, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle baut auf die Nachsicht der Bürger: „Die Münchner haben bereits in der Vergangenheit, beispielsweise bei der 850-Jahr-Feier, gezeigt, dass sie den Beeinträchtigungen mit bayerischer Ruhe und Gelassenheit begegnen.“ Alle Sperren seien sowohl zeitlich als auch räumlich auf das absolut notwendige Maß beschränkt.

In den betroffenen Bezirksausschüssen ist man dennoch missgestimmt. Nach Meinung von Felicia Englmann (CSU), Vize-Chefin des Bezirksausschusses (BA) Altstadt-Lehel, ist das Maß des Zumutbaren mittlerweile überschritten. „Wir haben seit Ende August jedes Wochenende Veranstaltungen in diesem Bereich“, beklagt Englmann. Die zeitlich massiven Sperrungen seien „wahnsinnig ärgerlich“. Ähnliche Kritik hatte unlängst Oskar Holl, Vorsitzender des BA Maxvorstadt, geäußert. Englmann erinnerte daran, dass die nächsten Sperrungen wegen des München-Marathons am 14. Oktober und der Bauernmarktmeile am 7. Oktober bereits anstünden. Auch Wolfgang Fischer, Geschäftsführer des Einzelhandel-Interessenverbandes City-Partner ist kritisch: „Es ist echt ein Problem, immer länger und immer großflächiger Hauptverkehrsachsen zu sperren.“ Weil nach dem Ende der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit wegen der Bauernmarktmeile fast nahtlos die nächste Sperrung rund um den Odeonsplatz folge, befürchtet Fischer: „Da fallen die Anwohner endgültig aus allen Wolken.“

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Wird der MVV sein Ringsystem bald abschaffen?
Wird der MVV sein Ringsystem bald abschaffen?
Tempo 160 auf Mittlerem Ring: Polizei stellt Raser mit Trick
Tempo 160 auf Mittlerem Ring: Polizei stellt Raser mit Trick
So will die Stadt das Feiervolk bremsen
So will die Stadt das Feiervolk bremsen

Kommentare