Streit auf Klassenfahrt eskaliert

Mann attackiert Mitschüler mit abgebrochener Flasche 

München - Für zwei junge Männer aus Niedersachsen endet eine Klassenfahrt nach München anders, als gedacht: Der eine liegt im Krankenhaus - und der andere muss wegen versuchten Mordes vor den Haftrichter.

Komplett eskaliert ist ein Streit zwischen zwei jungen Männern, die derzeit in München auf Klassenfahrt sind. Die Polizei schreibt dazu: Am Mittwochmorgen gegen 2.15 Uhr kam es in einer Disko in der Münchner Altstadt am Maximiliansplatz 5 zu einem Streit zwischen zwei Schülern aus Niedersachsen.

Der spätere Geschädigte, ein 24-jähriger, schlug nach jetzigem Ermittlungsstand dem späteren Tatverdächtigen, einem 21-jährigen, zunächst zweimal mit der Faust ins Gesicht. Der Tatverdächtige schlug daraufhin eine Getränkeflasche seinem Mitschüler auf den Kopf, so dass diese dabei zerbrach. Im Folgenden stach er dann mehrfach mit dem abgebrochenen Flaschenhals von hinten auf den Geschädigten ein. Dieser erlitt dadurch multiple Stich- und Schnittverletzungen im Gesichts- und Nackenbereich. Er kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Konkrete Lebensgefahr bestand nicht.

Der Tatverdächtige konnte vor Ort festgenommen werden. Er ist polizeilich bisher nicht in Erscheinung getreten. Die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes übernahm die Mordkommission vor Ort. Sowohl der Geschädigte, als auch der Tatverdächtige konnten am Mittwoch erst in den Nachmittagsstunden vernommen werden. Beide machten Erinnerungslücken geltend. Ein Motiv für die Auseinandersetzung ergab sich bisher nicht. Beide Personen standen zum Zeitpunkt der Tat unter Alkoholeinfluss.

Die Tat wurde von der Kamera in der Diskothek aufgezeichnet.

Am Donnerstag wird der Tatverdächtige dem Ermittlungsrichter zur Entscheidung der Haftfrage vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft München I wird Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragen. Die Ermittlungen dauern an.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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