Marienhof: Hickhack um Christkindlmarkt

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Wird der Christkindlmarkt wieder auf den Marienhof zurückkehren?

München - Wohin mit der Christkindlmarkt-Abteilung vom Marienhof? Mit dieser Frage befasste sich am Dienstag der Wirtschaftsausschuss.

Dass während den derzeitigen Grabungen und wahrscheinlich folgenden Bauarbeiten für die zweite Stammstrecke ein Ausweichquartier gefunden werden muss, bejahten noch alle. Über viele anderen Aspekte gingen die Meinungen zwischen den Fraktionen weit auseinander.

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Die Entscheidung wurde auf das Plenum am 8. Juni vertagt. Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) schlug entsprechend einem Antrag der SPD für die Zukunft eine Ausdehnung des Marktes tief hinein in die Fußgängerzone vor – mit dem Kripperlmarkt vor der Michaelskirche.

Dagegen wandte sich schon im Vorfeld der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel: Die ganze Altstadt werde zum Markt, es sei eine „vollständige Kapitulation des Stadtrats vor der von ihm stets kritisierten ,Disney-Landisierung‘“. Die CSU will festschreiben, dass die Verlagerung („nur bis zum Richard-Strauss-Brunnen“) lediglich während der Bauzeit gilt und die Weinstraße beibehalten wird. Die FDP fordert Stellungnahmen von Polizei, Feuerwehr, Geschäftsinhabern und IHK zum Vorschlag des Referenten nach. Und die Grünen standen auch bei diesem Thema nicht an der Seite ihres Bündnispartners. Sie würden eine Ausweitung des Marktes ins Tal bevorzugen. Das solle ja ohnehin für Fußgänger aufgewertet werden. „Hier böte sich eine Art Probedurchlauf an“, so Fraktionssprecherin Lydia Dietrich.

BW.

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