Planungsausschuss entscheidet

Marienplatz: Grüne gegen Radl-Verbot

München - Wird der Marienplatz komplett zur Fußgängerzone? Das entscheidet der Planungsausschuss der Stadt am Mittwoch. Die Grünen sind gegen ein Radl-Verbot.

Alternativen für die Altstadt: Der Planungsausschuss des Stadtrats wird am Mittwoch entscheiden, ob der Marienplatz komplett zur Fußgängerzone wird. Wie berichtet, gibt es gegen die Pläne Kritik von den Bürgern, Verbänden und dem Bezirksausschuss. Jetzt hat sich die Stadtrats-Fraktion der Grünen Alternativen überlegt:

So soll die Hauptroute für den Radverkehr vom Odeonsplatz über die Residenzstraße, den Max-Joseph-Platz, den Hofgraben und weiter über die Sparkassenstraße und die Kustermannfahrbahn zum Rindermarkt geführt werden. Dabei könnte die Residenzstraße bis zum Max-Jo­seph-Platz vorm Nationaltheater als Fahrradstraße ausgewiesen werden.

Um Konflikte mit dem Radverkehr zu verringern, soll der übrige Verkehr in der Maximilianstraße bereits vor dem Hofgraben wenden. Die Tiefgarage unter dem Max-Joseph-Platz könnte für Anwohner oder Gewerbetreibende reserviert werden. Opernbesucher bleiben draußen.

Buslinie 132 soll am Ende des Tals wenden

Der Wunsch der Grünen: Die Buslinie 132 soll am Ende des Tals wenden. Dazu müssten einige Behinderten-Stellplätze in die Sparkassenstraße verlagert werden. Als Endhaltestelle könnte die heute den Touristenbussen vorbehaltene Haltestelle neben der Sparkasse dienen.

Der 52er-Bus soll am Marienplatz mit der heutigen Routenführung bleiben. Im Bereich zwischen Max-Joseph-Platz, südliche Residenzstraße und Dienerstraße soll die Fußgängerzone entstehen, in der Radfahren erlaubt ist.

Der Marienplatz wird ebenfalls als eine Ebene gestaltet, der Bus 52 und die Radfahrer können dort in Schrittgeschwindigkeit passieren.

Die Burgstraße sei bisher nicht beachtet worden. Die Grünen fordern, sie als Fußgängerzone und einheitliche Fläche zu gestalten – mit dem Zusatz „Radfahren erlaubt“.

Derweil hat sich der Einzelhändlerverband City-Partner für die Pläne der Stadt ausgesprochen: Geschäftsführer Wolfgang Fischer: „Es ist die einmalige Chance, den auch historisch bedeutsamen Marienplatz, der heute so zerschnitten ist, den Münchnern und ihren Gästen als gute Stube, Mittelpunkt und Platz mit hoher Aufenthaltsqualität zurückzugeben.“

ska

Rubriklistenbild: © Schlaf Marcus

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