tz zeigt Entwürfe von Studenten

So könnte der Max-Joseph-Platz in Zukunft aussehen

So stellt sich Studentin Franziska Cußman den Max-Joseph-Platz vor.

München - Der Max-Joseph-Platz im Herzen der Stadt ist zur Betonwüste verkommen. Das wollen Staatsoper und der Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der TU München ändern. Die tz zeigt einige Entwürfe von Studenten, die zeigen, wie viel Potenzial der Platz hat.

Drinnen dreht das Staatsballett Pirouetten – und draußen rotieren Touristenbusse, Taxis und Tiefgaragenparker: Mitten im Herzen der Stadt ist der Max-Joseph-Platz zur Betonwüste verkommen. „Verkehrschaos pur. Städtisches Leben gleich null“, so spricht kein Geringerer als Staatsopern-Intendant Nikolaus Bachler. Das wollen Staatsoper und der Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der TU München ändern: Seit Donnerstag präsentieren Studenten bis Ende Mai ihre Visionen für den Platz im Königssaal des Nationaltheaters – mehr Grün, mehr Licht, mehr Leben und vor allem weniger Autos. „Die meisten Arbeiten schlagen vor, den Verkehr komplett zu verbannen und die Fußgängerzone auszuweiten“, sagt Prof. Regine Keller. „Die Arbeiten zeigen, welch großes, ungenutztes Potential der Max-Joseph-Platz aufweist.“ Auch OB Dieter Reiter (SPD) hat schon die Devise ausgegeben: Der Platz muss schöner werden – am liebsten wie eine italienische Piazza. Die tz zeigt eine Auswahl der Studenten-Entwürfe:

David Costanzo

Gras statt grau

Ein zweiter Gärtnerplatz – nur viel wilder. Die Studentin Franziska Cußmann modelliert ums Max-Josph-Monument ein Rondell mit unregelmäßigen Büschen und Gräsern, das von den Besuchern zum Entspannen genutzt werden kann. Der Clou: Der Platz steigt zum Denkmal um 50 Zentimeter an. Die Tiefgarageneinfahrt bliebe erhalten, allerdings sollen die Touristenbusse nicht mehr am Platz halten. Nur noch die Stadtrundfahrten dürften einmal ums Rondell tuckern.

Wasserspiele

Ein Traum für Kinder: Wasserfontänen auf dem Max-Joseph-Platz! Franziska Hepp will den Ort mit dem Wasserspiel noch verlockender machen. Die Fontänen lassen sich bei Veranstaltungen abschalten. Auch dieser Entwurf verbannt den Verkehr komplett, die Tiefgarage würde dichtgemacht. Dafür sollen darüber Bäume wachsen. Bewegliche Sitzmöbel laden ein zum Genießen und Verweilen – sie könnten bei Bedarf auch in der dann ungenutzten Tiefgarage verräumt werden.

Flussterrassen mit Leuchtelementen

Durchfahrt verboten: Tobias Drexl will den Platz wieder zur Bühne, zum Treffpunkt und Veranstaltungsort machen – Autos müssen raus. Die Tiefgarage soll ein unterirdisches Restaurant werden und als Lager dienen. Radweg und Tram-Trasse werden in den Boden abgesenkt – ein buchstäblicher Verkehrs-Fluss. Die großformatigen Bodenplatten bekommen Leucht-Elemente, die Flussterrassen bilden sollen.

Mit Glasplatten gegen die Dunkelheit

Her mit dem Dosenöffner! Ines Hoffmann will die Tiefgarage aufdecken und mit Glasplatten abdecken. Tags kommt das Licht von oben, so könnte die erste Etage der Tiefgarage genutzt werden. Nachts drehen sich die Verhältnisse um: Dann beleuchtet die offene Tiefgarage den Platz. Bis zu vier Meter hohe Wasserfontänen vor der Oper spiegeln die Säulen wieder.

Isarkiesel und Kreativräume

Die Beleuchtungsrichtungen sind in diesem Entwurf von Theresia Loy vergleichbar – die Anordnung eine andere: Rund ums Max-Joseph-Denkmal entseht ein Rondell aus Isarkieseln und runden, farbigen Glasplatten. Darunter soll es in der ehemaligen Tiefgarage Studios und Kreativräume geben. Der Entwurf will so Klassizismus und Moderne zusammenbringen. Autos müssen auch hier weichen.

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