Unternehmen reagiert

Problem vor bekannter McDonald‘s-Filiale „hat sich leider verschärft“: Bezeichnende Bilder kursieren im Netz

McDonald‘s am Stachus
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Die McDonald‘s-Filiale am Münchner Stachus bringt ein hohes Müllaufkommen mit sich (Archivbild).

Vor einer bekannten McDonald‘s-Filiale in München stapelt sich immer wieder der Müll. Das Unternehmen ist sich des Problems bewusst.

München - „Eine großzügige Spende von McDonald‘s an die Münchner* Stadtreinigung wäre angebracht“, schreibt Jörg Spengler auf Twitter. Dazu teilt der Bezirksausschussvorsitzende der Grünen (Au-Haidhausen) aktuelle Eindrücke aus dem Herzen der Landeshauptstadt. Auf vier Fotos zu sehen sind über das Stachus-Rondell verteilte Verpackungen, achtlos weggeworfene Plastikbecher und überquellende Mülleimer. Es braucht keine Lupe, um immer wieder auf das Logo des amerikanischen Burgerbraters zu stoßen.

McDonald‘s in München: Corona hat Müll-Problem am Stachus „noch einmal verschärft“

Das Müll-Problem am Stachus rund um die hoch frequentierte Filiale ist kein neues. Jedoch habe es sich „bedingt durch die Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Zunahme des To-Go-Verzehrs leider noch einmal verschärft“, wie eine McDonald‘s-Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion gesteht.

Auch innerhalb des Unternehmens betrachte man verschmutzte Plätze als „Ärgernis für die Gemeinschaft“. McDonald‘s versuche gezielt, seine Gäste dahingehend zu sensibilisieren. Zudem würden Angestellte bei jedem Schichtwechsel (drei- bis viermal täglich) sogenannte „Abfallsammelrundgänge“ durchführen: „Mitarbeiter vor Ort sammeln die Verpackungen im Restaurantumfeld ein, um diese dem Wertstoffkreislauf zuzuführen.“

Müll-Problem vor Münchner McDonald‘s-Filiale: „Macht auch keinen guten Eindruck für die Marke“

Unter Spenglers Twitter-Beitrag sammeln sich wütende Reaktionen. „Die wirklichen Schweine hier sind doch die Menschen, die ihren Müll nicht ordnungsgemäß entsorgen“, heißt es in einem Kommentar. Aber auch der Burger-Gigant kommt nicht gut weg: „Macht jetzt im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit auch keinen guten Eindruck für die Marke, oder?“

McDonald‘s erklärt auf Anfrage: „Verpackungen sind in unseren Restaurants notwendig, um einen schnellen, sicheren und unkomplizierten Service zu bieten. Wir wissen aber auch, dass zu viele davon die Umwelt belasten und achtlos in der Natur landen.“

Innerhalb des Unternehmens habe man sich zum Ziel gesetzt, das Müllaufkommen deutlich zu reduzieren, etwa durch die Umstellung einzelner Produkte von Karton- auf Einwickelpapier. Stadtteilpolitiker Spengler würde gerne einen Schritt weitergehen. In seinem Beitrag bringt er eine Abgabe auf Einwegverpackung ins Spiel - oder gar ein Verbot.

Über Müll vor ihrer Haustüre klagen auch Anwohner von Münchens neuem Party-Hotspot. Aus der Türkenstraße hieß es jüngst, die aktuelle Situation sei „der blanke Terror“. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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