Der absolute Wahnsinn am Samstagvormittag

Mega-Schlange vom Untergeschoss bis nach oben: Was ist denn am Marienplatz los?

Gibt‘s da was umsonst? Das fragten sich Passanten am Samstagvormittag am Marienplatz. Dort zog sich eine Mega-Schlange vom Untergeschoss bis zum Kaufhof.

München - Was ist da denn los? Am Samstagmorgen sorgte eine Schlange am Marienplatz bei vielen Passanten für Verwirrung.

Sie begann hier im Untergeschoss ...

... ging dann die Treppe hoch ...

... und endete erst vorm Kaufhaus Ludwig Beck.

Aufgenommen wurden die Bilder gegen 10.50 Uhr am Samstag. 

Die Auflösung: Es ist einmal mehr Monika Gruber, die für diesen Ansturm sorgte. Das erfuhr unser Reporter vor Ort von einigen Passanten - die allesamt für Tickets der Kabarettistin anstanden.

Laut Homepage des Zentralen Kartenvorverkaufs München sollten die Tickets für ihre Show in München am 24. Mai 2018 ab diesen Samstag, 9 Uhr zu haben sein. Passender Titel der Tour: „Wahnsinn!“.

Apropos Wahnsinn: Dieses Video zeigt das ganze Ausmaß vom Samstagvormittag.

Warten geduldig in der Ticket-Schlange für Monika Gruber: (v. l.) Margot und Markus Hoffmann sowie Christof Schmid.

Unser Reporter hat sich vor Ort umgehört. Mit ungläubigem Blick bleiben immer wieder ahnungslose Passanten stehen und fragen nach: „Wofür sind Sie denn hier alle hier?“ - „Für Monika Gruber im Circus Krone“, entgegnet Christof Schmid, ein 53-jähriger Münchner, ganz am Ende der Schlange. Er hat sich mit Mütze, Handschuhen und Daunenjacke vor dem Kaufhaus Ludwig Beck postiert. Und er ahnte schon, dass das heute hier eine längere Geschichte wird. „Wenn’s heute nichts wird, muss ich es nochmal wann anders probieren.“ Dass Monika Gruber bald live in München zu sehen ist, habe er durch Zufall vor dem Fernseher erfahren, wie er erzählt: „Bei der Bambi-Verleihung, als sie ihren Auftritt hatte.“ Die Tickets werden nun vor allem für seine Frau gekauft, denn „die möchte unbedingt hingehen“. Schmid lacht, während er mit den Füßen in der Kälte hin- und hertrippelt. Wenn er heute noch drankomme, so sagt er, dann liegen an Weihnachten die Karten unterm Christbaum. Dass man die Tickets nicht online bestellen konnte, findet er gut: „Das dämmt den Schwarzmarkt etwas ein.“ Schließlich dürfen unten, am Ticketschalter im Sperrgeschoss der S-Bahn am Marienplatz, nur vier Stück pro Person gekauft werden. Reservierung ist ebenfalls nicht möglich.

„Die Termine, für die es online Karten zu bestellen gab, kann man eh vergessen“, sagt Margot Hoffmann, 48, die gemeinsam mit ihrem Mann Markus ein paar Meter weiter ansteht. „Ich hab das mal versucht: Nach drei Minuten war schon alles ausverkauft, noch bevor ich auf die Kasse klicken konnte.“ Sie zuckt mit den Schultern. „Dann haben wir uns eben rausgesucht, wo wir noch am ehesten Chancen auf Karten haben könnten - und sind nach München gefahren.“ Aus dem 100 Kilometer entfernten Massing im niederbayerischen Kreis Rottal-Inn, wohlgemerkt. Margot Hoffmann nimmt einen Schluck aus ihrem wärmenden Kaffeebecher und sagt dann: „Ich bin einfach ein brutaler Gruberin-Fan!“ In ihrer Heimatregion, in Eggenfelden, habe sie schon einmal Monika Gruber live gesehen. „Ja, und jetzt steh’ ma wieder hier.“

Die „Gruberin“ hatte 2014 schon mal für ähnliche Schlangen beim Vorverkauf gesorgt. Und auch die ganz persönliche Gruber-Serie der tz sorgte für viel Aufsehen.

Gegen den Ansturm am Samstag war jedenfalls der aufs neue iPhone X in München fast schon harmlos.

Anm. d. Red: In einer ersten Version stand, die Schlange habe sich bis zum Kaufhof gezogen - natürlich endete sie aber auf der anderen Seite beim Kaufhaus Ludwig Beck.

Rubriklistenbild: © Armin Forster

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