Neubau und Sparsanierung

Müllerstraße: Das sind die Gorilla-Pläne

+
Ein Bad im Haus Müllerstraße 4, das die Gorillas erhalten wollen.

München - Im Kampf um die Häuser in der Müllerstraße schlagen die Goldgrund-Aktivisten einen Neubau und Sparsanierungen vor. Doch rot-grüne Politiker schmettern den Plan ab.

Am Donnerstag beschäftigt sich der Kommunalausschuss mit den Plänen von Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD), der in der Müllerstraße zwei städtische Häuser abreißen und durch einen rund 6,2 Millionen Euro teuren Neubau mit sieben Wohnungen ersetzen will (tz berichtete). Nur das Eckhaus Müllerstraße 6 soll bleiben und saniert werden.

Lesen Sie auch: "Müllerstraße: Der Stoff, aus dem Albträume sind"

„Zu teuer“, befinden die Goldgrund-Gorillas, die hier mit einer Wohnungssanierung Schlagzeilen machten. Sie haben einen ganz anderen Plan. Sie wollen zusätzlichen Wohnraum mit einem Neubau gegenüber in der Corneliusstraße schaffen. Dazu entwarf der Goldgrund-Architekt ein neues Haus, wie es Investoren bauen würden. Hier wäre Platz für 19 Wohnungen à 75 Quadratmeter und 250 Quadratmeter Gewerbe, und das für fünf Millionen Euro, rechnen die Gorillas vor. Die Altbauten könne man für 900 Euro pro Quadratmeter sanieren und billig vermieten.

"Die Zahlen von den Goldgrund-Aktivisten sind falsch"

Rot-Grün lässt das unbeeindruckt: SPD-Fraktionschef Alexander Reissl findet den Markwardt-Plan in Ordnung: „19.000 Euro für einen Quadratmeter, damit kann man leben.“ Seine SPD-Kollegin Ulrike Boesser sagt: „Die Zahlen von den Goldgrund-Aktivisten sind falsch.“ Auch Grünen-Fraktionschefin Gülseren Demirel lehnt den Goldgrund-Plan ab: „Ein Neubau in der Corneliusstraße würde zu viel Zeit beanspruchen.“ Auch sie ist für die Markwardt-Variante, will allerdings auf die Tiefgarage verzichten. Die Opposition stemmt sich dagegen: „Einen Abriss und Neubau der Gebäude Müllerstraße 2 und 4 lehnen wir ab,“ so CSU-Fraktionschef Josef Schmid. Auch die FDP lehnt den Markwardt-Plan ab.

Johannes Welte

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring
Die Stadt der Zuagroasten: Was Neu-Münchner anzieht
Die Stadt der Zuagroasten: Was Neu-Münchner anzieht

Kommentare