Bald läutet sie wieder

Jubiläumsglocke von St. Peter kehrt nach Reparatur in Turm zurück

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Mit viel Aufwand war die beschädigte Glocke aus dem Turm von St. Peter gehievt worden.

Sieben Tonnen Gewicht, 2,20 Durchmesser, zwei Meter hoch - die große Turmglocke vom Alten Peter ist ein Riesending. Seit April schweigt die Jubiläumsglocke, doch das ändert sich bald.

München - Die Jubiläumsglocke der Münchner Stadtpfarrkirche St. Peter am Petersplatz 1 kehrt nach ihrer Reparatur in einem Glockenschweißwerk an ihren Platz zurück. Zusammen mit einer weiteren Glocke, der ebenfalls reparierten „Zwölferin“, wurde sie in der Nacht von Dienstag, 29. Mai, auf Mittwoch, 30. Mai, wieder in den Turm von St. Peter zurückgehievt. Das Geläut von St. Peter besteht aus insgesamt acht Glocken, darunter vier historische.

Darum ist die Glocke vom Alten Peter so besonders

Anlässlich der 800-Jahr-Feier Münchens 1958 hatte die Prinzregent-Luitpold-Stiftung der Kirchengemeinde die große Jubiläumsglocke geschenkt. Mit etwa sieben Tonnen Gewicht, einem Durchmesser von rund 2,20 Meter und einer Höhe von etwa zwei Metern ist die in Erding gegossene Glocke eine der tontiefsten in Bayern. Sie wurde unter anderem zum Gedenken an die Verstorbenen der Stadt geläutet. Der Austausch der Glocke im April war ein spektakuläres Manöver.

Im Mai 2014 wurde an der Glocke ein vermutlich durch Materialermüdung entstandener Riss festgestellt. Um weitere Schäden zu vermeiden, wurde sie bis heute nicht mehr geläutet. Es erfolgten umfangreiche Voruntersuchungen, bei denen die Reparatur des Schadens durch Schweißen geprüft wurde. Mit großem Aufwand und einigen Umbauten im Turminneren wurde die Glocke aus dem Turm gehoben. Und mit ihr eine der historischen Glocken, die „Zwölferin“ von 1382 mit einem Gewicht von etwa 650 Kilogramm, zur Instandsetzung entnommen.

Wann läutet die Jubiläumsglocke wieder?

Die reparierte Jubiläumsglocke wird voraussichtlich anlässlich des Hochamtes zum Patrozinium der Stadtpfarrkirche St. Peter am Freitag, 29. Juni, erstmals wieder feierlich geläutet werden. Die Glockensanierung kostet insgesamt rund 450.000 Euro.

Darum gingen die Uhren an den Münchner Kirchen im März so unterschiedlich.

do

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