Neuer Glanz am Gloria

Das „Kubaschewski“ eröffnet im Innenhof des Kinos und bietet besondere Räume für Verliebte

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Das Kubaschewski-Team: (v. li.): Emanuel Petaccia, Eric König, Max Hausmann und Alexander Recknagel

Als neues Gastro-Highlight in der Münchner-Altstadt bietet das „Kubaschewski“ im Innenhof des Gloria-Filmpalasts nicht nur Schampus und Ruhe, sondern auch Abschirmung für Verliebte.

München - „Lob ist wie Champagner. Beides muss serviert werden, solange es perlt.“ Dieses Zitat stammt von Ilse Kubaschewski (1907 – 2001), der Kino-Königin vom Karlsplatz! Im Jahr 1956 rief sie den Gloria-Palast ins Leben, der damals mit 800 Plätzen als Münchens modernstes Filmtheater galt. Die „Kuba“, wie sie in Branchenkreisen genannt wurde, erfüllte sich damit einen lang gehegten Traum und war häufig Schauplatz von Premieren. Zum Beispiel wurde im gleichen Jahr der Film „Die Trapp Familie“ uraufgeführt.

Kubaschweski: Filmunternehmerin wird Lokal gewidmet

Jetzt wurde der Filmunternehmerin eigens ein Lokal gewidmet, das Kubaschewski im Innenhof des Gloria-Kinos (Karlsplatz 5). Der Beiname „Schampus & Schmarrn“ verrät freilich, was den Gast erwartet:edle Schaumweine und feiner Kaiserschmarrn. Die Spezialität wird klassisch süß (Rum, Rosinen, Mandeln und Zwetschgenröster, ab 8,50 Euro), serviert. Zum Beispiel der Nuss-Schmarrn mit dem Filmtitel „Liebe geht, wohin sie will“ mit gefrorenen Walnüssen (12,50 Euro). Aber es gibt auch herzhafte Variationen wie der Kräuter-Schmarrn mit Pilzen und Schalottenschmand (14,50 €). Neben Champagner stehen schöne Schaumweine von kleinen Winzern wie dem Rosé aus der Weingegend Alella (6,50 Euro, 0,1l) auf der Karte. Klar, prickelnde Getränke sind hier in der Überzahl, aber es gibt auch Cocktails (ab 9,50 Euro) und Helles von Hofbräu.

Kubaschewski: Verliebte können in versteckten Separees speisen

Ob nach oder vor dem Kinobesuch oder einfach nur so - das Kubaschewski lädt zum Entspannen und Genießen ein. Abgeschirmt vom lauten Straßenlärm am Stachus kann der Gast an lauen Sommerabenden auf der Natursteinterrasse mit 80 Plätzen sitzen. Für Verliebte oder private Runden sind die drei versteckten Separées mit Vorhang interessant. Und im Eingangsbereich wacht Gloria-Gründerin Kubaschewski auf einem großem Schwarz-Weiß-Foto über die Gäste, ob der Schampus auch richtig perlt.

Eine schöne Hommage an jene Dame, die zu den wenigen Frauen im harten Filmgeschäft gehörte. „Kuba“, produzierte und verlieh über 500 Filme, darunter auch „La dolce Vita“ von Federico Fellini. Heimatfilme wie „Grün ist die Heide“ oder „Wenn die Abendglocken läuten“ waren aber ihr hauptsächliches Metier. Sie stillte damit das nachkriegsbedingte Bedürfnis nach heiler Welt.

In den Siebzigern sorgte Kubaschewski für dicke Schlagzeilen, als sie ihre Filmfirma für neun Millionen Mark verkaufte. Heute erinnert noch das Kino mit dem Namen Gloria Palast an ihr Wirken. Ihre Stiftung für hilfs- und pflegebedürftige Künstler, die sie 1994 gründete, besteht noch immer.

Tina Layes

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Auch die Neueröffnung des Café Roma wird mit Spannung erwartet - Münchens Bussi-Bussi-Szene scharrt schon mit den Loafern. Münchens Promi-Wirt der ersten Stunde, Kay Wörsching, wollte es noch einmal wissen und eröffnete seine Traumwelt in Rot am Viktualienmarkt.

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