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Advents-Ansturm in der Fußgängerzone und jetzt folgt der Endspurt: „Da rappelt’s noch einmal im Karton“

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Von: Klaus Vick

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Rappelvoll: Auf dem Christkindlmarkt und in den Geschäften war am Samstag viel los.
Rappelvoll: Auf dem Christkindlmarkt und in den Geschäften war am Samstag viel los. © Oliver Bodmer

Der Kunden-Andrang war in München am letzten Advents-Wochenende so groß, dass die Einzelhändler frohlocken. An den letzten Tagen bis Weihnachten erwarten Branchen-Kenner weitere Umsatz-Spitzen.

Maßgebliche Branchenvertreter sind sich einig: „Das Weihnachtsgeschäft läuft besser als von vielen befürchtet.“ Nach vier Adventssamstagen haben am Sonntag sowohl Bernd Ohlmann vom Handelsverband Bayern (HBE) als auch Wolfgang Fischer, Geschäftsführer des Münchner Einzelhandelsverbandes CityPartner, eine positive Bilanz gezogen. Am Samstag war der Ansturm in der Fußgängerzone so groß, dass mehr geschoben als gegangen wurde.

München: Sinkende Temperaturen und Schnee steigerten Kauflust

Für München rechnet der HBE mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft – ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Davon entfallen Ohlmann zufolge 350 Millionen Euro auf den Online-Handel. Zahlen, die allerdings um zehn bis 15 Prozent geringer sind als das Vor-Corona-Niveau. „Es ist noch kein 2019“, erklärt Fischer. Dies sei wegen der Rahmenbedingungen – Inflation und Energiepreise – aber nicht zu erwarten gewesen. Der Wintereinbruch hat dem Handel nach Beobachtungen der Branchensprecher in die Karten gespielt: Sinkende Temperaturen und Schnee steigerten die Kauflust. Davon profitiere der stationäre Einzelhandel. „Das Online-Geschäft hat heuer auf sehr hohem Niveau verloren“, erklärt Ohlmann. Nummer eins bei den Kunden ist nach Aussage der Branchenvertreter der Gutschein.

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Sechs Tage bleiben noch im Weihnachtsgeschäft. An Heiligabend sind die Läden bis 14 Uhr geöffnet. Ohlmann weiß: „Da rappelt’s noch einmal im Karton.“ Auf den letzten Drücker würden hauptsächlich Männer zum Einkaufen gehen. Das sei statistisch erwiesen. (Klaus Vick)

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