Emotionaler Besuch in der Hauptfeuerwache

Einsatzkräfte retteten Julius (4) in höchster Not - nun hat er sich revanchiert

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Julius (ordnungsgemäß behelmt) gemeinsam mit Familie und Einsatzkräften bei seinem Besuch in der Hauptfeuerwache.

Besonderer Besuch in der Hauptfeuerwache München: Der vier Jahre alte Julius wollte sich gemeinsam mit seiner Familie für einen ganz besonderen Einsatz bedanken.

München - Was war passiert? Julius war kurz vor Weihnachten 2017 an den Mandeln operiert und anschließend nach Hause entlassen worden. In der Nacht zum 27. Dezember 2017 wurden die Eltern dann von der jüngeren Tochter geweckt. Als die Mutter nach ihrem Buben sah, stellte sie mit Erschrecken fest, dass ihr Sohn viel Blut erbrochen hatte. Sie wählte sofort den Notruf. 

Nach nur sechs Minuten – für die unter Schock stehende Mutter eine gefühlte Ewigkeit – trafen die Rettungswagenbesatzung der Johanniter und das Notarztteam Ottobrunn ein. Nach einer kurzen Befunderhebung brachten die Einsatzkräfte das mittlerweile bewusstlose Kind zur weiteren Versorgung in den Rettungswagen. Zu diesem Zeitpunkt traf auch das Kindernotarztteam der Hauptfeuerwache ein.

Julius ist völlig gesund - sein Berufswunsch überrascht kaum

Da das Herz des Kleinen zu schlagen aufhörte, begannen die Helfer mit der Herzdruckmassage. Währenddessen organisierte die Integrierte Leitstelle einen Schockraum in der Haunerschen Kinderklinik. Unter laufenden Reanimationsmaßnahmen wurde Julius in die Klinik transportiert. Nach 45 Minuten Reanimation unter Aufwendung aller zur Verfügung stehenden Bordmittel bekam er noch vor Eintreffen in der Klinik wieder einen Eigenrhythmus. Das bestens vorbereitete Schockraumteam konnte die Blutungen im Hals durch eine Notoperation stoppen und die nötigen Bluttransfusionen verabreichen. 

Entgegen aller Wahrscheinlichkeiten konnte Julius die Klinik nach drei Wochen ohne Entwicklungseinschränkungen wieder völlig gesund verlassen. Und nun stand er am Samstag wieder vor seinen Rettern, wie die Berufsfeuerwehr München berichtet. Mit seinen Eltern und seiner Schwester nahm er die Geschenke der damaligen Kindernotarztbesatzung an. Nach der Besichtigung der Wache und des Museums durften er noch eine Runde mit der Drehleiter fahren. Aus 30 Metern Höhe genoss der kleine Kämpfer den Ausblick über die Stadt. 

Abschließend bedankte und verabschiedete sich die Familie, die ihr Glück immer noch nicht fassen kann. Die Berufsfeuerwehr München möchte sich herzlich für den Besuch bedanken und der Familie alles erdenklich Gute wünschen. Was die Einsatzkräfte besonders freut: Wenn Julius mal groß ist, möchte er auch Feuerwehrmann werden.

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mm/tz

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