1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Altstadt-Lehel

Junge Männer auf Rolltreppe beschimpft und angegriffen - Tatverdächtiger zog den Nothalt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Auf einer Rolltreppe am Stachus wurden drei Männer heftig attackiert (Symbolbild).
Auf einer Rolltreppe am Stachus wurden drei Männer heftig attackiert (Symbolbild). © dpa / Benno Schwinghammer

Nach einem homophoben Angriff in München sucht die Polizei nach fünf flüchtigen Tätern. Sie hatten ein Trio am Stachus attackiert.

München - Am Samstag, 23.11.2019, gegen 00.50 Uhr, fuhren drei junge Männer aus München, dem Landkreis München und aus Wasserburg (21, 22 und 25 Jahre alt) am Stachus mit der Rolltreppe vom Sperrengeschoss zum Bahnsteig der U-Bahn. Eine siebenköpfige Personengruppe kam ihnen auf der anderen Seite der Rolltreppe entgegen, wie die Polizei München berichtet. 

Kurz darauf kam es durch die sieben Personen zu Beschimpfungen mit homophobem Hintergrund sowie zu Beleidigungen. Einer der Tatverdächtigen, ein 19-jähriger Münchner, zog den Nothalt der Rolltreppe. Anschließend wurden die drei Geschädigten von der Gruppe angegriffen und mit Schlägen und Fußtritten traktiert, wodurch alle drei leicht verletzt wurden.

Homophobe Attacke auf Rolltreppe in München: Angreifer fliehen

Die Angreifer flüchteten. Zwei von ihnen, der 19-Jährige, der den Nothalt zog, sowie ein weiterer 19-jähriger Münchner, konnten durch Polizeikräfte im Umfeld festgenommen werden. Die anderen fünf Tatverdächtigen konnten unerkannt entkommen. Die beiden festgenommenen Tatverdächtigen wurden nach den erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. 

Aufgrund der homophoben motivierten Tat wurden die weiteren Ermittlungen durch das Kommissariat 44 (politisch motivierte Kriminalität – Rechts) übernommen. Unter anderem wird wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Missbrauch von Notrufen ermittelt.

mm/tz

Derzeit hält die Polizei in München eine weitere Fahndung in Atem: Mit einem Foto suchen die Beamten nach einem flüchtigen Täter. Er hatte infolge eines Streits einen Mann auf die U-Bahn-Gleise geschubst.

In Augsburg ist am Freitagabend (6. Dezember) ein Streit zwischen zwei Paaren und einer Gruppe junger Männer eskaliert. Am Ende war ein Mann (49) tot.

Zu weiteren „staatsschutzrelevanten“ Fällen ermittelte kürzlich außerdem die Polizei in München. Unter anderem waren zwei Schüler von einer Rollstuhlfahrerin und deren Begleiter rassistisch beleidigt worden - anschließend wurde es noch schlimmer.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion