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Prozess gegen Disco-Manager

Koks-Skandal in Münchner Nobelclub Heart: Auch acht Polizisten werden verdächtigt

Koks-Skandal im Heart Club.
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Koks-Skandal im Heart Club.

In der Münchner Nobeldisco Heart gab es 2019 eine Razzia. Der Club-Manager wurde wegen Drogenhandels angeklagt. Es stehen auch acht Polizisten unter Verdacht.

  • Im Frühjahr 2019 hatte es eine Razzia in der Nobeldisco Heart gegeben.
  • Der Club-Manager Chris K. (31) wurde von der Staatsanwaltschaft wegen Drogenhandels angeklagt.
  • Auch acht Polizisten stehen unter Verdacht.

München - Der Drogenskandal um den Nobelclub „Hearthouse“ weitet sich aus. So sollen auch mindestens acht Münchner Polizisten in die Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein. Sie sollen nicht nur Kokain gekauft und konsumiert haben – sondern auch Drogen weitergegeben haben.

Heart in München: Club-Manager wird wegen Drogenhandels angeklagt

Im Frühjahr hatte es am Lenbachplatz wie berichtet eine Razzia gegeben. Nach und nach werden die Drogen-Verwicklungen im Münchner Nachtleben juristisch aufgearbeitet. Am Dienstag (3.3) stand ein neuer Prozesstag am Amtsgericht gegen den Club-Manager Chris K. (31) an. Er ist wegen Drogenhandels angeklagt. Doch ist anscheinend nicht nur K. in die Geschäfte verwickelt. Gegen acht Polizeibeamte wird derzeit ermittelt – ein geständiger Dealer, dessen mutmaßlicher Komplize K. jetzt auf der Anklagebank sitzt, hatte das Verfahren ins Rollen gebracht. Die Beamten wurden vom Dienst suspendiert, das LKA ermittelt.

Koks-Skandal in München: Acht Polizisten unter Verdacht

Am Dienstag (3.3.) stellte sich heraus, dass die Polizisten nicht nur Konsumenten gewesen sein sollen, sondern das Kokain auch selbst verkauften. Um den Drahtzieher zu decken, sollen sie den Stoff zudem günstiger bekommen haben, berichtete ein hochrangiger Ermittler des LKA. Das habe der geständige Drogendealer ausgesagt. Er habe damit geprahlt, Polizisten zu kennen, die ihn beschützen. Den Angaben des Dealers zufolge könnten sogar bis zu 20 Beamte in den Skandal verwickelt sein. Um 9.20 Uhr kam es im Prozess überraschend zu einer Festnahme im Amtsgericht: Nachdem Zeuge Mathis R. (29, Name geändert) zur Aussage erschienen war, aber keine Angaben machen wollte, um sich nicht selbst zu belasten, wurde er zwar als Zeuge entlassen – doch dann klickten die Handschellen. Denn R. wird in einem separaten Verfahren beschuldigt. Er soll ebenfalls Drogen im „Hearthouse“ verkauft haben.

Drogen-Skandal in München: Ermittlungen laufen schon seit 2016

Auch der Chef der „Arbeitsgruppe Nachtleben“ bei der Polizei sagte aus und gab einen Einblick in die Arbeit der Ermittler. „Auch im edleren Segment haben wir große Probleme mit der Kokain-Szene.“ Die Ermittlungen begannen mit der Eröffnung des „Hearthouse“ im Jahr 2016. Ein anonymes Schreiben brachte den Fall ins Rollen. Der Verdacht: Im Club gebe es Drogen und einer der Geschäftsführer nehme selbst welche. Im April 2019 kam es dann nach langwierigen Ermittlungen zur Razzia am Lenbachplatz. Ergebnis: 180 Personen wurden kontrolliert, zehn vorläufig festgenommen. Der Prozess am Amtsgericht dauert an.

Video: Polizei veröffentlicht Videomaterial von Kokaindealer-Festnahme in Ungarn

weg/thi

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