Hier lebt die Stüberl-Tradition

Münchner Kult-Kneipe stand vor dem Aus - dann kommt Student (25) auf findige Idee 

Daniel Gavira hat mit seiner Mutter Karin 2019 das Le Clou übernommen.
+
Daniel Gavira hat mit seiner Mutter Karin 2019 das Le Clou übernommen.

Das Le Clou im Schatten der Heiliggeistkirche stand vor dem Aus, der frühere Inhaber Klaus Kusterer ging nach 30 Jahren in Rente. Dann hatte ein 25-jähriger Spanier eine Idee.

  • Weil der frühere Besitzer in Rente ging, stand die Kult-Boazn Le Clou vor dem Aus
  • Daniel Gavira übernahm im Jahr 2019 das Stüberl
  • Das Haus, in dem sich das Le Clou befindet, gehört seinen Großeltern

München - Draußen am Fenster winkt der Aloisius. Drinnen hängt der Himmel voller Geigen, Saxofone, Posaunen. In der Ecke thront eine alte Harley Davidson. So kennen die Stammgäste ihr Le Clou. Dabei sah es noch vergangenes Jahr gar nicht rosig aus für die kleinen Kneipe, die Münchnern und Touristen im Schatten der Heiliggeistkirche vergnügliche Stunden beschert. Das Le Clou stand vor dem Aus!

München: „Bevor wir die Kneipe übernommen haben, war ich oft Gast“

Doch Aloisius scheint seine schützende Hand über die himmlische Boazn zu halten: Er schickte Daniel Gavira und seine Mama Karin, um den Laden zu retten. Nachdem der frühere Inhaber Klaus Kusterer nach 30 Jahren in Rente gegangen war, haben die beiden das Le Clou im Mai 2019 übernommen. „Diese Bar muss weiterleben“, sagt Daniel. Der gebürtige Spanier ist erst 25 Jahre alt und studiert Sportökonomie. Das Haus, in dem sich das Le Clou befindet, gehört seinen Großeltern. Daniel war schon immer Fan. „Bevor wir die Kneipe übernommen haben, war ich oft Gast“, sagt er. 

Eine Kultkneipe in München steht vor dem Aus, Schuld ist auch die Corona-Krise. Der Betreiber hat nun einen emotionalen Aufruf auf Facebook gepostet.

Alles wie es war: Im Le Clou hat sich nichts verändert.

Der Clou am neuen alten Le Clou: „Wir haben alles so gelassen, wie es ist.“ Die Gäste sind ihm dankbar. „Viele sind froh, dass wir kein hipper Laden geworden sind. Vor allem auch junge Leute.“ Dass statt Klaus jetzt ein junger Barchef hinterm Tresen steht, blieb natürlich nicht verborgen. „Manche Gäste kommen schon seit Jahrzehnten hierher“, sagt Daniel. „Sie erzählen mir, dass hier früher mal in jeder Straße drei Kneipen waren.“ Heute ist nicht mal mehr eine Handvoll übrig.

Der Begriff „Corona“ wird seit mehreren Wochen mit einer tödlichen Lungenkrankheit assoziiert - für die gleichnamige Biermarke gewiss kein Imagegewinn. Münchens Getränkehändler berichten.

Da am Winterweg ein Hangrutsch droht, hat eines der beliebtesten Ausflugsziele am Tegernsee auf unbestimmte Zeit geschlossen. Wie lange noch, hängt von den Geologen ab. Zehn Monate nachdem sich erstmals ein bestialischer Geruch rund um den Schlachthof ausbreitete, ist das Problem nicht vom Tisch. Die Anlage arbeitet nicht wie angekündigt.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

München als reales „Monopoly“? Milliardär kauft sich nächste Immobilie - mitten im Herzen der Stadt
München als reales „Monopoly“? Milliardär kauft sich nächste Immobilie - mitten im Herzen der Stadt
Corona in München: Drastische Maßnahmen als Killer für Image der Stadt? Jetzt soll alles aufgehoben werden
Corona in München: Drastische Maßnahmen als Killer für Image der Stadt? Jetzt soll alles aufgehoben werden
Münchner Wirt fühlt sich von seiner Versicherung im Stich gelassen - „Es geht um meine Existenz“
Münchner Wirt fühlt sich von seiner Versicherung im Stich gelassen - „Es geht um meine Existenz“
Großer Warnstreik in München beendet: U-Bahnen fahren wieder - Einschränkungen am Abend möglich
Großer Warnstreik in München beendet: U-Bahnen fahren wieder - Einschränkungen am Abend möglich

Kommentare