Plan mit Folgen für Autofahrer

Hier werden Fußgänger regelmäßig mit riskanten Manövern gefährdet - jetzt reagiert die Stadt

Dieser Bereich an der Lindwurmstraße soll künftig alleine den Fußgängern vorbehalten bleiben, und der Radstreifen kommt auf die Autostraße
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Dieser Bereich an der Lindwurmstraße soll künftig alleine den Fußgängern vorbehalten bleiben.

München will die Weichen für mehr Fahrradverkehr stellen – und die Autofahrer haben das Nachsehen. Das zeigt sich nun auch auf der Lindwurmstraße.

München - Dort donnern täglich 28.000 Autos über den Asphalt. Auch für die Radler stellt die Straße eine wichtige Nord-Süd-Verbindung in Richtung Stadtzentrum dar. Allerdings sind die Radwege hier zum Teil nur 1,20 Meter breit. Und auch die Gehwegbreite auf der stadteinwärts gesehen rechten Seite, wo sich viele Läden befinden, ist für die zahlreichen Fußgänger zu eng bemessen.

Das soll sich ändern. Von Herbst 2019 an plant die Stadt eine Verbreiterung der Radwege im Abschnitt vom Goetheplatz bis zum Sendlinger Tor – auf Kosten von 25 Parkplätzen stadteinwärts. In Fahrtrichtung stadtauswärts sollen hingegen keine Parkplätze geopfert werden. Der Grund: Viele Bäume der diesen Bereich prägenden Pappelallee müssten ansonsten gefällt werden. Ein früherer Baubeginn als Herbst 2019 ist nach Auskunft der Stadtverwaltung wegen der Großbaustelle der MVG am Sendlinger-Tor-Platz nicht möglich. Auf der Lindwurmstraße entfällt derzeit eine Linksabbiegespur in Richtung Sonnenstraße.

Auf schmalen Wegen geht´s zur Sache

Die Gesamtbaumaßnahme – Neugestaltung der Rad- und Gehwege, Verschmälerung der Fahrspuren – auf der Lindwurmstraße soll vier Millionen Euro kosten. Die Bauzeit beträgt rund acht Monate bis zum Frühjahr 2020. Am 6. November soll das Projekt vom Stadtrat beschlossen werden.

In der Beschlussvorlage der Verwaltung heißt es, aufgrund der schmalen Radwege fänden häufig Ausweich- und Überholmanöver auf den Gehwegen statt. Dies sei gefährlich für Fußgänger.

Die Lindwurmstraße gehört zu den Hauptverkehrsadern Münchens.

Die Seite entlang des Klinikviertels ist hingegen weniger frequentiert, weshalb hier keine großen Umbaumaßnahmen notwendig sind. Dort ist derzeit lediglich im Abschnitt vom Sendlinger-Tor-Platz bis zur Ziemsenstraße ein Radfahrstreifen vorhanden – mit der regelkonformen Breite von 1,80 Metern. Im weiteren Verlauf soll der Radweg nun zumindest auf das Mindestregelmaß verbreitert werden. Das beträgt 1,60 Meter.

Das sehen die Pläne vor

Auf der gegenüberliegenden Seite, wo sich Läden und Gastronomie befinden, sehen die Planungen generell vor, dass die vier Autofahrspuren von derzeit durchschnittlich 3,50 Meter auf drei Meter verschmälert werden – zu Gunsten des Radverkehrs und der Fußgänger. So soll stadteinwärts neben der rechten Spur ein 1,85 Meter breiter Radfahrstreifen entstehen. Bisher gab es jenseits der Bäume und neben dem Gehweg einen 1,54 Meter breiten Radweg. Aufgrund dieser Umplanung lässt sich auch der Gehweg auf der von derzeit gut zwei Metern auf 3,63 Meter verbreitern.

Der Stadtrat wird sich kommende Woche mit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung beschäftigen.

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