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Münchens neue Faschingsprinzessin (58) voller Tatendrang: „Noch einmal ganz andere Seiten zeigen“

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Ulrike I. und Steve I. halten den symbolischen Schlüssel zur Stadt in den Händen.
Ulrike I. und Steve I. halten den symbolischen Schlüssel zur Stadt in den Händen. © Marcus Schlaf

Mit einem ersten gemeinsamen Walzer wirbelten Ulrike Westenrieder und Steve Henze über den Marienplatz. Seit Samstag hat München für die Zeit des Faschings nun offiziell eine Prinzessin und einen Prinzen.

München - Heuer steht noch dazu ein besonderes Paar an der Spitze des narrischen Treibens. Mit 58 und 45 Jahren haben Prinzessin Ulrike I. und Prinz Steve I. den Thron später bestiegen als viele Vorgänger.

München: Ex-Prinz Alexander de Brenco fragte die passionierte Tänzerin

Einmal Faschingsprinzessin zu werden? Das stand für Westenrieder nie in ihrem Lebensplan. Doch dann fragte Ex-Prinz Alexander de Brenco die passionierte Tänzerin, ob sie nicht Lust hätte. „Meine erste Antwort war: Schaust du bitte mal auf mein Alter?“, erzählt die gebürtige Münchnerin vom Gespräch und lacht. Nach einiger Bedenkzeit sagte sie aber zu: „Ich glaube, dass ich noch einmal ganz andere Seiten zeigen kann. Einfach, weil ich schon eine gewisse Lebenserfahrung habe.“ Auch bei der Narrhalla freut man sich. „Wie jung Fasching und Tanzen hält, sieht man an unserem diesjährigen Prinzenpaar“, sagte Elferrätin Beatrice Nawrath.

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München: Startschuss für Faschingsmarathon fiel auf dem Marienplatz

Der Startschuss für den Faschingsmarathon fiel am Samstag am Marienplatz. Verena Dietl (SPD), dritte Bürgermeisterin, übergab dort symbolisch den Stadtschlüssel und somit die Macht an die neuen Majestäten. Dietl, die selbst im Faschingsverein Laim war, ist eine große Liebhaberin der narrischen Tradition. „Durch diese Zeit kommen so viele Menschen zusammen und verbreiten Freude. Ich glaube, wir haben alle in den vergangenen Jahren gemerkt, wie wichtig das ist“, sagte sie.

Mit einem feierlichen Einzug begann am Samstag die Krönung des diesjährigen Prinzenpaares der Narrhalla in der Innenstadt.
Mit einem feierlichen Einzug begann am Samstag die Krönung des diesjährigen Prinzenpaares der Narrhalla in der Innenstadt. © Marcus Schlaf

Das ist auch das Ziel von Ulrike I. und Steve I., wenn sie sich, wie bei der Narrhalla üblich, sozial engagieren. „Wir besuchen Kindergärten oder Altenheime und wollen den Menschen Freude bringen“, erzählten die beiden. Außerdem stehen natürlich viele Bälle an. Denn der Walzer vom Samstag war nur der Auftakt für die Faschingssaison. Um die 200 Termine erwarten die Majestäten, die im echten Leben Physiotherapeutin und Ingenieur sind, in den kommenden Wochen. Um das alles bewältigen zu können, haben sie sich für die narrische Zeit extra freigenommen. MTW, SOP

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