Verdoppelung

Das Parken in diesen Vierteln ist seit Montag teurer - das sind die Gründe

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Parken wird hier teurer: Der Bereich der Müllerstraße ist vor allem abends bei Autofahrern gefragt.

Seit Montag müssen Autofahrer beim Parken in einigen zentrumsnahen Vierteln tiefer in die Tasche greifen. Die höheren Gebühren sind auch umweltpolitisch gewollt. 

München - Die Tagesgebühr für das Parken in der Innenstadt für 24 Stunden wird von bisher sechs auf zehn Euro angehoben, von 18 bis 23 Uhr sind statt einem Euro nun zwei Euro fällig. Betroffen sind die Lizenzgebiete Alter Südfriedhof, Dreimühlenviertel, Glockenbachviertel, Lindwurmstraße und Untersendling. Der Stadtrat hatte die Erhöhung Ende vergangenen Jahres beschlossen, weil der Parkdruck für die Anwohner in diesen Vierteln sehr hoch ist. Während es tagsüber kaum ein Problem ist, einen Parkplatz zu finden, setzt abends der große Parksuchverkehr ein. In Lizenzgebieten erhalten Anwohner für eine Jahresgebühr von 30 Euro die dauerhafte Erlaubnis zum Parken, der Rest muss ein Ticket ziehen.

Die höheren Gebühren sind auch umweltpolitisch gewollt. Die Stadt möchte den Lärm und den Schadstoffausstoß reduzieren. Vor dem Hintergrund des aktuellen und prognostizierten Wachstums Münchens ist dies eine schwierige Herausforderung, weil das Mobilitätsaufkommen zunimmt. Dem Parkraummanagement kommt daher eine wichtige Funktion zu, genauso wie der Förderung der Elektromobilität. Teures Parken könnte vor allem Pendler zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel bewegen. Von der Verwaltung heißt es, in hochverdichteten Quartieren habe sich eine bedarfsgerechte Bewirtschaftung des Parkraumangebots als eine der wirksamsten und effektivsten Maßnahmen erwiesen.

Die Grünen im Stadtrat hätten sich sogar noch höhere Parkgebühren vorstellen können, während die CSU dem Kompromiss zähneknirschend zustimmte. Der Modellversuch gilt zunächst für ein Jahr, dann wird eine Bilanz gezogen.

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