Elektromusik-Veranstaltungen geplant

Mobile Party-Hotspots in München - Stadt will Alternative zu Gärtnerplatz und Ludwigstraße schaffen

Unterstand zum Feiern: Umgerüstete Container sollen Jugendliche zum Verweilen einladen.
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Unterstand zum Feiern: Umgerüstete Container sollen Jugendliche zum Verweilen einladen.

Damit auch in den Herbst- und Wintermonaten das Münchner Partyvolk einen Platz zum Feiern hat, plant die Stadt mehrere umgebaute Container aufzustellen.

München - Die Auswirkungen der Corona-Pandemie* sind für junge Menschen besonders gravierend. Lange Zeit konnte man sich weder im öffentlichen Raum treffen noch gab es Veranstaltungen. Die Stadt will nun neue Möglichkeiten schaffen, damit sich junge Leute ohne Konsumzwang treffen und feiern können. So sollen ab Oktober an verschiedenen Standorten zehn mobile Unterstände aufgestellt werden, für einen Zeitraum von drei Monaten. In den Folgejahren sollen die Häuschen von April bis Oktober aufgestellt werden.

Außerdem schlägt die Verwaltung in der Anlage am Maximiliansplatz an der Grenze von den Stadtvierteln Altstadt-Lehel* und Maxvorstadt* rund um das Goethe-Denkmal einen eingezäunten Veranstaltungsbereich vor. Die Betreiber der benachbarten Clubs sollen sich um das Konzept kümmern. Das Pilotprojekt ist für vier Wochen angesetzt. Einlass sollen nur Geimpfte, Genesene oder Getestete haben. Sperrstunde wäre um zwei Uhr, Startschuss Mitte August.

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Mobile Party-Hotspots in München: Die Stadt muss mehr als 300.000 Euro in die Hand nehmen

Der Feriensenat soll all diese Beschlüsse am kommenden Mittwoch, 11. August, fassen. Grüne, SPD und Linke hatten zuvor Anträge gestellt, überdachte Orte für junge Leute zu schaffen. Zuvor waren aus rechtlichen Gründen Pläne gescheitert, die Ludwigstraße an den Wochenenden zwischen 22 und 2 Uhr zur Feiermeile zu erklären.

Die Kosten pro Unterstand inklusive Sitzgelegenheiten belaufen sich laut Baureferat auf 25.000 Euro. Der Stadtrat muss also 250.000 Euro freigeben, dazu kommen 75.000 Euro für mobile Toiletten an den einzelnen Standorten.

So sehen die umgebauten Container von innen aus.

Dass sich das Feiergeschehen zusehends in den öffentlichen Raum verlagert, hat man in den vergangenen Wochen gesehen. Im nördlichen Teil der Türkenstraße, am Wedekindplatz und am Gärtnerplatz gilt nach Zwischenfällen* ein Glasflaschenverbot zwischen 20 und 6 Uhr. Für die innerstädtische Isar hatte der Stadtrat dieses Verdikt mehrheitlich abgelehnt.

Umgebaute Container sollen an Bolz-, Skate- und Streetballplätzen stehen

Die Idee der mobilen Unterstände ist das Ergebnis einer städtischen Arbeitsgruppe. Die umgerüsteten Container sollen an Bolzplätzen, Skate- oder Streetballanlagen aufgestellt werden. Damit die Jugendlichen auch bei schlechtem Wetter oder abends verweilen können. Die vorgesehenen Standorte: ehemaliger Kinderspielplatz Thalkirchner / Kapuzinerstraße, Skateanlage am Gleisdreieck, Bolzplatz im Westpark Nähe Nestroystraße, Bolzplatz an der Von-der Pfordten-Straße, Bolzplatz Ackermannbogen, Dirtbikeanlage Silberdistelstraße, Basketballanlage Ostpark, Skatepark Fasaneriesee, Skateanlage Candidplatz, Skateanlage Neuherbergstraße.

Die Verwaltung schlägt zudem zwei Veranstaltungen mit elektronischer Musik im Theatron (21. oder 22. August) sowie am Ostufer des Lerchenauer Sees (28. oder 29. August) vor. Geprüft wird, ob weitere Events vor der Allianz Arena*, in Freibädern, am Messegelände, an Park-and-Ride-Anlagen oder an der Südlichen Auffahrtsallee vor dem Nymphenburger Schloss stattfinden können. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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