Für Radler wird's gefährlich

Pflaster-Pfusch im Tal!

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Diesen Missstand prangert Stadtrat Richard Quaas an: verschobene Platten, gefährliche Lücken für Radler und unkenntliche Markierungen.

München - Zerbröselte und verschobene Pflastertplatten, zwischen denen für Radler und Fußgänger gefährliche Lücken klaffen: So präsentiert sich der Übergang vom Tal zum Viktualienmarkt heute!

Dabei sind doch erst vor Kurzem die Bauzäune verschwunden. Die CSU im Stadtrat will jetzt wissen: Wer hat da gepfuscht?

In einer Anfrage an OB Dieter Reiter will CSU-Stadtrat Richard Quaas wissen: „Wer zeichnet für die Bauausführung in diesem Teil der Umgestaltung des Tal verantwortlich?“ Neben den Kosten für die Sanierung will Quaas auch wissen: „Wer haftet für die unsachgemäße Bauausführung?“

Stadtrat Richard Quaas (CSU).

Für die Umgestaltung des Tals hatte es im vergangenen Jahr viel Lob gegeben. Endlich gibt es mehr Platz für die Fußgängerströme vom Marienplatz und Viktualienmarkt in Richtung Deutsches Museum und Hofbräuhaus. Auf insgesamt 500 Metern Länge wurden 12 000 Quadratmeter Fläche umgebaut.

Richard Quaas sagt: „Es ist nur ein paar Monate her, dass nach der aufwändigen Neugestaltung des Tal zwischen dem Alten Rathaus und dem Isartor die Straßenflächen wieder für den Verkehr freigegeben worden sind. Doch schon jetzt, nach kaum einem dreiviertel Jahr, zeigen sich am Übergang zum Viktualienmarkt schwere Schäden an der Pflasterung, die offenbar der Belastung durch Busse, Taxis, Anlieferer und Fahrräder nicht standhält.“ Der Politiker bemängelt auch, dass die Markierungen bis zur Unkenntlichkeit zerstört sind. Lücken im Pflaster wurden notdürftig mit Asphalt geschlossen.

Für Radler wird's gefährlich.

„Die Schäden sind uns bekannt“, so die Sprecherin des Baureferats, Dagmar Rümenapf. Die ausführende Baufirma habe nicht gepfuscht: „Die Arbeiten sind auftragsgemäß ausgeführt worden.“ Also ein Fehler bei der Planung? Dagmar Rümenapf: „Wir prüfen derzeit, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation ergriffen werden.“
Derweil rumpelt alle paar Sekunden ein Taxi, ein Kleinlaster oder ein Linienbus übers Pflaster – und verschiebt die Platten noch weiter.

Eberhard Unfried

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