Monopteros beschmiert

Nach Vandalismus im E-Garten: Polizei jagt die Tempel-Schänder

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Kritzeleien in Rot und Schwarz: Unbekannte haben alle elf Säulen des Monopteros verunstaltet.

An den Wochenenden hat sich um den Monopteros im Englischen Garten eine zuweilen randalierende Jugendszene breitgemacht, nun wurde auch noch der Tempel mit Parolen verschandelt. Zumindest gibt es einen Verdacht.

München - Die Polizei kommt im Englischen Garten einfach nicht zur Ruhe: Seit rund drei Wochen wird sie regelmäßig in den Park gerufen. Vor allem am Monopteros, dem fast 200 Jahre alten Pracht-Tempel, gab es an den Wochenenden immer wieder hitzige Aufeinandertreffen mit bis zu 1000 Jugendlichen. Nach Sufforgien, Schlägereien und Attacken auf Rettungskräfte haben am Dienstag Vandalen zugeschlagen – und alle elf Säulen beschmiert! Der Schaden ist enorm. Jetzt jagt die Polizei die Tempel-Schänder.

Es ist ein trauriger Anblick: Mit schwarzer und roter Farbe haben Unbekannte ihrem Hass gegen Polizei, Staat und andere Autoritäten freien Lauf gelassen. In beinahe unleserlichen Kritzeleien, dafür teilweise meterhoch, erstrecken sich die Schriftzüge über die gesamte Tempelanlage. Die Farbe aus den Spraydosen ist wohl tief in den Sandstein gedrungen. Auch die Mittelsäule aus edlem Marmor blieb nicht verschont. Um die Säulen finden sich Müllberge aus Zigarettenkippen, Essensresten, Erbrochenem und zersplittertem Glas. Scherben stecken im Rasen. 

Verschmierter Monopteros: Schaden liegt bei 20.000 Euro

Der bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebte Aussichtspunkt mit dem Bilderbuchblick über den Park und die Altstadt, der Tempel im Englischen Garten, wurde entweiht – ein Racheakt?

„Das lässt sich nicht mit Sicherheit sagen“, erklärt Polizeisprecher Benjamin Castro Tellez. Dass es sich bei den Tätern um eine Gruppe Jugendlicher handelt, die bereits seit Wochen mit ihren Eskapaden für Ärger sorgt, liege aber im Bereich des Möglichen und werde derzeit überprüft. Die Polizei sucht dringend nach Zeugen, die Hinweise geben können. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden an dem Bauwerk auf rund 20.000 Euro.

Auch die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung will Vandalismus im Englischen Garten nicht dulden. „Die Schmierereien werden in Kürze beseitigt. Zudem stellen wir Anzeige gegen Unbekannt“, teilte Sprecherin Cordula Mauß auf unsere Anfrage mit. Bitter: Der Monopteros wurde erst 2016 einer Schönheitskur unterzogen. 750.000 Euro investierte der Freistaat, damit das Wahrzeichen wieder in altem Glanz erstrahlte...

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Altstadt/Lehel – mein Viertel“.

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