„Du kommt hier nicht rein!“

Türsteher sorgt für Ordnung: Darum wird die Rathaus-Kantine jetzt streng bewacht

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Der Eingang zur Münchner Rathaus-Kantine (Archivbild)

Lange Zeit war die Münchner Rathaus-Kantine eine schmackhafte Touristenattraktion. Damit ist nun Schluss. Ein Türsteher sorgt dafür, dass nur noch Mitarbeiter der Stadt dort essen können. 

München - Dieses Bild sehen nun viele Touristen, wenn sie den S-Bahn-Aufgang vorm Münchner Rathaus hochkommen und die Türe zur Kantine betreten wollen: Ein großes Stoppschild, daneben ein Türsteher, der ihnen unmissverständlich klar macht: „Du kommst hier nicht rein!“ 

Dabei war die Kantine bis vor kurzem noch öffentlich und gerade für Touristen ein beliebter Ort, um sich zu stärken. Schmackhaftes Essen im urigen Münchner Rathaus oder bei schönem Wetter im prunkvollen Innenhof - Damit ist seit dem 2. Juli Schluss. 

„Grund ist das neue Konzept der Rathaus-Kantine“, verrät der Rathaus-Pressesprecher Tobias Stephan. Das Essen im Herzen Münchens ist jetzt nur noch den Mitarbeitern der Stadt und einigen ausgewählten Personen vorbehalten. Dafür sorgt der Streifemitarbeiter, der die Ausweise beim Betreten der Kantine steng kontrolliert. 

Neuer Pächter, neues Konzept

„Wir mussten den bisherigen Pächter der Kantine, die Familie Schneider, wechseln, da ihr Konzept zum Schluss nicht mehr aufging“, erklärt Stephan. Ein Problem war, dass die vielen Touristen den Verkehr in der Kantine stark aufgehalten haben. Ab jetzt haben die Stadtmitarbeiter die Räume wieder für sich und müssen an der Kasse weder lange Warteschlangen in Kauf nehmen, noch Touristen umständlich erklären, wie das Kartensystem funktioniert. So können sie ihre Pause unbeschwert genießen, glaubt der Pressesprecher. 

Das neue Konzept werde auch gut angenommen. „Wir bekommen viel Zuspruch von den Mitarbeitern, die Kantine ist seither wieder besser besucht.“ Die Biergartentische hat der neue Pächter, Jürgen Wiesenhofer, entfernen lassen, sodass sich jetzt wieder nur die Originalmöbel in dem geschichtsträchtigen Bau befinden. Hört sich gemütlich an. Schade nur, dass Normalsterbliche von diesen neuen Annehmlichkeiten nichts mehr mitbekommen.  

lw

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