Ortstermin ohne Durchbruch

Schlappe für Münchner Wiesn-Legende: Richterin lässt sich auch im Wirtshaus nicht umstimmen

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Richterin Marion Pauli-Gerz (2.v.r.) lud am Montag zum Ortstermin im Franziskaner in der Residenzstraße.

Der Wirt des Franziskaner in der Residenzstraße, Edi Reinbold,  hat seine Klage vor dem Verwaltungsgericht zurückgezogen. Dort wollte er durchsetzen, dass er eine Markise vor seinem Lokal anbringen darf.

München - Die Klage hatte Reinbold gegen die Landeshauptstadt gerichtet und wollte damit eine Baugenehmigung für die Anbringung der Markise erhalten. Bisher wurde die genehmigte Freischankfläche vor dem beliebten Wirtshaus von mehreren großen Schirmen überdacht. Das wollte Reinbold grundsätzlich ändern, scheiterte damit nun aber vor dem Verwaltungsgericht.

Edi Reinbold mit Ehefrau Petra in ihrem Schützen-Festzelt auf der Wiesn.

Für Montagmorgen hatte Richterin Marion Pauli-Gerz einen Augenscheintermin in der Residenzstraße anberaumt, um sich vor Ort selbst ein Bild von der Situation machen zu können. Rund 30 Minuten lang besichtigte sie bei klirrender Kälte das Wirtshaus – und kehrte später auch ein, um zu verhandeln. An den Speisen von Reinbold lag es aber nicht, dass er juristisch keinen Erfolg hatte. Sein Wunsch war aus Sicht des Gerichts schlichtweg nicht realisierbar. Reinbold zog seine Klage daher schließlich wieder zurück.

München: Darum erteilt die Stadt Reinbold keine Baugenehmigung

Zuvor hatte die Stadt die Erteilung der Baugenehmigung mit der Begründung abgelehnt, dass sich die Markise nicht in die nähere Umgebung einfüge und der Denkmalschutz dem Vorhaben entgegen stehe. Das Altstadt-Ensemble sowie Einzelbaudenkmäler in der näheren Umgebung würden erheblich beeinträchtigt.

thi

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