„Der ganze Tag war nicht schön“

Touristen aus Italien wollen nie wiederkommen - Horror-Silvester in München

An Silvester war diese Gruppe Italiener nahe der Fußgängerzone eingesperrt.
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An Silvester war diese Gruppe Italiener nahe der Fußgängerzone eingesperrt.

Silvester in München werden diese junge Italiener wohl so schnell nicht vergessen. Bei einer Tour in der Innenstadt saß die Gruppe plötzlich hinter Gittern.

  • Italienern ist ein Silvesterbummel in München zum Verhängnis geworden.
  • Auf der Suche nach einem Lokal haben die Touristen aus Rom einen Fehler gemacht.
  • In einer Passage in der Münchner Fußgängerzone saß die Gruppe fest.

München - Ein Bummel durch die Stadt, gut essen gehen, am Marienplatz das neue Jahr begrüßen. So hatten sich neun Italiener Silvester in München vorgestellt. Doch stattdessen steckten sie um 23 Uhr in der Kaufingertor Passage fest: Mamma mia! Eingesperrt ins neue Jahr…

„Der ganze Tag war nicht schön“ - Italiener enttäuscht über München

Die tz entdeckt die Gruppe aus Rom am Dienstagabend hinter Gitter: „Der ganze Tag war nicht schön“, bedauert eine der Italienerinnen. „Wir haben versucht, in ein Lokal zu gehen, aber alles war voll, komplett reserviert.“ Als die Freunde endlich ein Restaurant finden, bleiben nur 1,5 Stunden, um die Mahlzeit zu verzehren. Weiter soll es in eine Bar gehen – aber auch hier heißt es: Reserviert, maximal eine Stunde dürfen sie bleiben.

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Silvester-Desaster: Italiener in München warten lange auf Hilfe 

Dass sie die meiste Zeit ihrer München-Tour durch die zugigen Straßen irren würden, hatten die Italiener so nicht erwartet. Sie kommen am Kaufingertor vorbei, sehen die Passage und ein paar Stühle vor einem geschlossenen Café: „Wir dachten, hier sind wir vor der Kälte geschützt“, erzählt einer. „Bei uns in Rom ist es viel wärmer.“ Doch keiner merkt, wie sich die Tore der Passage schließen. Und die Urlauber sitzen in der Falle.

Auch die Einsatzkräfte können nicht weiterhelfen. Weder Besitzer noch Sicherheitsdienst sind zu erreichen. Die jüngeren Römer klettern über das Eisengatter, die Älteren bleiben zurück. Als um Mitternacht die Korken knallen, warten die Italiener immer noch auf Hilfe. Dann die erlösende Nachricht: „Die Feuerwehr ist auf dem Weg.“ Gegen ein Uhr öffnet sich das Tor auf der anderen Seite der Passage. Endlich frei! Feiern sie nächstes Silvester wieder in München? „No, sicher nicht!“

Video: Es gibt auch freudige Überraschungen für Touristen in München

Silvester in München - 780 Einsätze

Während die einen feiern, müssen die anderen arbeiten: Für Polizei, Feuerwehr und den Rettungsdienst war die Silvesternacht wie jedes Jahr stressig. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte in München rund 780 Mal ausrücken – immerhin 120 Mal weniger als im letzten Jahr. Die Polizei verzeichnet über 230 „silvestertypische Einsätze“, bei 77 davon ging es um Böller und Feuerwerk. Ansonsten gab es neben Streitereien und Sachbeschädigungen 25 Körperverletzungsdelikte. Die Feuerwehr rückte zu 116 Klein- und Großbränden aus. 432 Mal kam es zu Notfalleinsätzen. Insgesamt hielten die Feiernden 1300 Polizisten und 500 Feuerwehrler auf Trab. 

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Silvester-Regeln in München: Zum ersten Mal gilt zum Jahreswechsel 2019/2020 ein Feuerwerksverbot in Teilen der Münchner Altstadt. Auch Böller warnen nicht überall erlaubt.

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Nicole Zobel/laf

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