Neustart am Viktualienmarkt

Wirtshaus „Zum Alten Markt“ sperrt wieder auf - das sind die Pläne

Neustart für „Zum alten Markt“ am Viktualienmarkt in München.
+
Neustart für „Zum Alten Markt“ am Viktualienmarkt in München.

Für das Wirtshaus „Zum Alten Markt“ am Viktualienmarkt in München ist ein Neustart geplant - trotz Corona. Zwei Chefinnen haben übernommen.

München - Holzverkleidung, Kassettendecke, Sprossenfenster: Urig und gemütlich ist es im Wirtshaus „Zum Alten Markt“ am Dreifaltigkeitsplatz – ein bisschen wie in einer Almhütte. „Als wir es gesehen haben, haben wir uns sofort verliebt“, erzählt Ninja Höfler. „Es ist ein Schmuckstück“, fügt ihre Frau Kristina Höfler hinzu.

Nachdem die früheren Wirte Katrin und Josef Lehner Anfang des Jahres nach 35 Jahren zugesperrt hatten, stand für die Höflers schnell fest: Sie wollen das Lokal am Viktualienmarkt übernehmen – allen Corona-Widrigkeiten zum Trotz.

„Es ist eine große Chance, die man nur einmal im Leben bekommt“, sagt Kristina Höfler. „Das muss man dann einfach wagen.“ Die beiden 36-Jährigen betreiben bereits seit rund vier Jahren den „Schiller Bräu“ in der Schillerstraße im Bahnhofsviertel. Dazu gehören ein Restaurant, in dem bayerische Schmankerl angeboten werden, ein Hotel, und eine eigene Hausbrauerei. Dort werden unfiltrierte, naturtrübe Biere hergestellt. Der „Schiller Bräu“ wird auch künftig unverändert weitergeführt. Ein paar Mitarbeiter von dort wechseln jetzt in das neue Restaurant. „Wir haben zum Glück ein starkes Team, das hinter uns steht“, sagt Ninja Höfler, „und haben auch während der ganzen Corona-Krise immer zusammengehalten.“

„Zum Alten Markt“ - Eröffnung im Herbst geplant

Das Wirtshaus „Zum Alten Markt“ soll voraussichtlich im Oktober wieder eröffnet werden. Vorher wird unter anderem noch die Küche renoviert. Die alten Holztische im Gastraum hat das Team schon geschliffen und mit neuen Tischplatten ausgestattet. Innen gibt es 38 und außen rund 60 Plätze. Geöffnet wird zunächst dienstags bis samstags ab 11.30 Uhr bis spätabends – mit durchgängig warmer Küche.

Wirtshaus „Zum alten Markt“ : Blick aus ihrem neuen Lokal: Kristina (l.) und Ninja Höfler (mit Hund Pumuckl) freuen sich auf die Eröffnung.

„Bayerisch, alpenländisch mit einem gewissen Pfiff“

„Bayerisch, alpenländisch mit einem gewissen Pfiff“ wird das Essen sein, erklärt Kristina Höfler. „Bei uns gibt es frische, bodenständige und ehrliche Küche“, verspricht Koch Oliver Luther. „Es ist alles selbst gekocht.“ Die Karte wird nicht allzu groß sein, darauf stehen zum Beispiel Gerichte wie Ochsenbackerl, Hirschbraten, Münchner Schnitzel oder das Dreifaltigkeitsgedeck mit Obazda, Griebenschmalz und Radieserl-Creme.

„Wir werden auch Gerichte für Vegetarier und Veganer anbieten“, kündigt Ninja Höfler an. „Wenn jemand Allergien oder besondere Wünsche hat, können wir auch spontan individuell darauf eingehen.“ Die Köche sind außerdem für die Gäste persönlich ansprechbar. An der Theke hängt extra eine Glocke, um sie zu verständigen.

„Am wichtigsten ist, dass der Gast sich wohlfühlt“, sagt Service-Leiter Felix Decker. „Es soll wie ein Wohnzimmer für die Gäste sein. Sie sollen sich bei uns daheim fühlen.“ Das Preisniveau für die Gerichte wird im mittleren Bereich liegen.

Jetzt hofft das Team, trotz der Pandemie alle Pläne verwirklichen zu können. „Wir halten uns strikt an die Vorschriften“, betont Kristina Höfler. „Und wir werden mit Trennwänden arbeiten. Der Gast soll ein sicheres Gefühl haben.“

Neues Luxus-Lokal in Schwabing eröffnet: Sigi Schelling will im Werneckhof das kulinarische Erbe von Hans Haas weiterführen.

Unser München-Newsletter informiert Sie rund um die anstehende Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus der Isar-Metropole – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus München. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare