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Mit neuem Konzept

Münchner Traditionsunternehmen Roeckl ist zurück

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Ist glücklich, wieder im Herzen der Stadt zu sein: Firmenerbin Annette Roeckl vor dem umgebauten Roeckl-Eck.

In die Münchner Innenstadt kehrt ein Traditionsunternehmen zurück: Roeckl. Der Hersteller von edlen Handschuhen und Accessoires hat sich rehabilitiert und ein neues Konzept. 

München - Die Firma Roeckl hat harte Zeiten hinter sich. Im März meldete das Münchner Traditionsunternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung an – nach mehr als 175 Jahren. Nur wenige Monate später hat sich die finanzielle Situation gebessert, der Hersteller von edlen Handschuhen und Accessoires ist zurück – mit neuem Konzept am angestammten Platz im Herzen Münchens an der Theatinerstraße 44.

„Das Roeckl-Eck war für mich schon immer das Herzstück in München. Seine Wiedereröffnung ist für mich ein großes Geschenk und eine große Freude“, sagt Geschäftsführerin Annette Roeckl, die das Familienunternehmen in sechster Generation leitet. Neben dem umgebauten Roeckl-Eck gibt es in München drei weitere Filialen. Die Firma Roeckl Sports gehört übrigens nicht dazu – sie ist eigenständig. Nur wenige dürften wissen, dass auch der markante kreisförmige Laden an der Theatinerstraße vor seiner Schließung im August nicht dem Unternehmen angehört hatte. Die damalige Betreiberin hatte ihn nach 60 Jahren aufgegeben. Das jähe Ende eines Juwels, das die Familie Roeckl nicht hinnehmen wollte– und jetzt selbst einstieg.

Ein breiteres Warensortiment soll neue Zielgruppen erreichen. 

Nur sechs Wochen dauerte es von der Idee bis zur Realisierung. „Wir wollten noch vor dem Weihnachtsgeschäft eröffnen. Die Münchner sollen sehen: Roeckl ist wieder da!“ Das neue Konzept sei allerdings noch im Entstehen. „Wir befinden uns inmitten einer Neustrukturierung und einer Revitalisierung. Das komplette Führungsteam wurde ausgetauscht“, so die Firmenerbin. „Wir setzen eine neue Ladengeneration um, die Marke Roeckl positioniert sich neu. Es geht Richtung Lifestyle, Individualisierung, multisensorisches Marketing. Der Kunde soll beim Einkauf etwas erleben“, erklärt der Münchner Architekt Wolfgang Gruschwitz, der den Umbau an der Theatinerstraße verantwortet.

Die Fokussierung auf Handschuhe hat der Traditionsmarke letztlich fast das Genick gebrochen. Roeckl: „Wir haben 35 Prozent unseres Umsatzes verloren.“ Ein saisonunabhängiges Accessoire-Konzept soll das Unternehmen jetzt breiter aufstellen, hohe Handwerkskunst und Herstellerkompetenz werden mehr ins Bewusstsein der Kunden gerückt, die Öffnung zur Online-Welt soll die Zukunftsfähigkeit sichern.

Der nächste Schritt in Richtung Zukunft ist bereits getan: Mitte März soll eine weitere Filiale in Zürich eröffnen. 

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