Es war als Protest geplant

Muslime sagen Freitagsgebet auf Marienplatz ab - aus Sicherheitsgründen

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Das Freitagsgebet ist für Muslime Pflicht. Doch zahlreiche Gebetshäuser in München mussten zuletzt schließen.

Münchner Muslime hatten ein Freitagsgebet auf dem Marienplatz geplant. Damit wollten sie gegen die Schließung der Innenstadt-Moscheen protestieren. Jetzt haben sie das Treffen abgesagt - aus Sicherheitsgründen.

München - 200 Teilnehmer hatte der Münchner Muslim Massi Popal (28 Jahre) am 12. Mai für das öffentliche Gebet an diesem Freitag auf dem Marienplatz angemeldet. Er wurde dafür gelobt, aber auch kritisiert. Mit dem Protest wollten die Muslime auf den Platzmangel aufmerksam machen. Denn nach nacheinander mussten alle Moscheen in der Innenstadt wegen Überfüllung schließen. Doch jetzt ist das Freitagsgebet aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. 

Der Initiator der Aktion schrieb am Donnerstag, es sei bekannt geworden, dass neben den hunderten Menschen, die zugesagt hatten, auch Rechtspopulisten und rechte Gruppen auf den Plan gerufen worden seien. „Nach Absprache mit den vielen aktiv Beteiligten, die sich seit Jahren ehrenamtlich für die Belange der Muslime und Münchner einsetzen, ist klar geworden - dass zwar Kommentare und Aussagen mit konkreten Gewaltandrohungen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen werden - jedoch sind sich alle einig, ihnen nicht diese Bühne/Aufmerksamkeit zu bieten, die sie suchen.“ 

Es bestehe nicht nur Gefahr für Leib und Leben der betenden Muslime, sondern gefährde auch die Absicht aller Muslime, die sich zum Freitagsgebet auf dem Marienplatz treffen wollten: Es sei Absicht gewesen, „ohne Schuldzuweisungen in irgendeine Richtung, lediglich friedlich auf einen Missstand hinzuweisen und die Stadtvertreter darauf aufmerksam zu machen.“ Dieses Ziel hätten die Muslime inzwischen erreicht, Gespräche seien geplant. 

Die Muslime, die an diesem Freitag auf dem Marienplatz beten wollten, dürfen sich nun in einem von einer Kirche zur Verfügung gestellten Raum treffen. 

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sah

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