Es öffnet sich nur ganz selten

Mysteriöses Riesen-Tor am Stachus: Wo führt es hin?

Stachus-Tor
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Am Stachus gibt es ein riesiges Tor - es führt nicht etwa in die Unterwelt, sondern dient als Fluchtweg.
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Am Stachus gibt es ein riesiges Tor - es führt nicht etwa in die Unterwelt, sondern dient als Fluchtweg.

München - Es geht nur sehr selten auf - und kaum jemand weiß, wo es hinführt. Wir sind dem mysteriösen XXL-Tor am Stachus auf den Grund gegangen.

Führt es in eine andere Galaxie? Lagert darunter das Bernsteinzimmer? Oder ist es ganz profan ein Zugang zur U-Bahn? Vergangenen Donnerstag war einer der seltenen Momente, in denen sich ein mysteriöses Riesen-Tor direkt am Stachus öffnete. Und die Passanten durch seine schiere Größe und seinen Mechanismus staunen ließ. Unser Leser Djordje Matkovic zeigte sich auch verblüfft, zückte dann aber die Kamera hat den Augenblick festgehalten.

Aber wo führt die Öffnung denn hin? Den spektakuläreren Theorien muss Stadtwerke-Sprecher Matthias Korte leider eine Absage erteilen. "Es handelt sich hier um einen Fluchtweg bzw. Notausstieg", erklärt er. Allerdings nicht für die U-Bahn, wie unser Leser vermutet hatte. "Sondern für einige der Geschäfte in der Einkaufspassage im 1. UG", erläutert Korte. "Die Notwendigkeit dafür ergibt sich aus den Vorschriften zum Brandschutz."

Wenn also im Stachus-Untergeschoss ein Feuer ausbricht und die regulären Ausgänge blockiert sind, bietet auch das XXL-Tor einen Fluchtweg. "Konkret geht es bei diesem Notausstieg um die Geschäfte im Inneren des Rondells. Diese benötigen aufgrund ihrer Größe neben dem 'normalen' Ein-/Ausgang einen zusätzlichen Fluchtweg 'nach hinten'", so Stadtwerke-Sprecher Korte. "Dort gelangen Kunden etwa im Brandfall in einen Flur, der sie zu dem abgebildeten Notausstieg führt."

Auch die Frage, warum sich das Tor am vergangenen Donnerstag geöffnet hat, kann Korte beantworten. "Der Notausstieg wird von uns regelmäßig überprüft, um seine Funktion für einen etwaigen Notfall sicherzustellen." Es ist bei weitem nicht das einzige Tor zur Oberfläche, das bisher von den meisten Bürgern unbemerkt blieb. "Im unterirdischen Stachus-Bauwerk gibt es eine Vielzahl von Fluchtwegen und anderen Notfalleinrichtungen zur Gewährleistung der Sicherheit", so Korte.

Das Bernsteinzimmer bleibt also - leider - weiterhin verschollen ...

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