Vorfahrt für Drahtesel!

Das sind Münchens neue Radl-Regeln

+

München - Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle hat am Donnerstag die neuen Regeln der Stadt für Radfahrer vorgestellt. Die tz erklärt die neuen Vorschriften.

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen. Klarer Fall: Drahtesel aus dem Keller und rauf aufs Radl! Das macht heuer vielleicht sogar noch mehr Spaß als bisher. Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle hat am Donnerstag nämlich die neuen Regeln der Stadt vorgestellt. Vorfahrt für Radler:

Kein Aprilscherz! In den Nachtstunden von 22 bis 8 Uhr ist neuerdings auch die Fußgängerzone für Radler frei.

Seit Donnerstag gilt: In der Fußgängerzone ist das Radeln zwischen 22 Uhr abends und acht in der Früh erlaubt. Horst Mentz vom Planungsreferat betont allerdings, dass es sich erst einmal um einen Versuch handelt. Man will schauen, wie gut das Miteinander von Fußgängern und Radlern klappt. Blume-Beyerle hofft, „dass es läuft, wie bei den Einbahnstraßen. Das war zunächst auch ein unerhörter Vorschlag. Und jetzt praktizieren wir das mit absolutem Erfolg.“

Apropos Einbahnstraßen: Die Stadt hat jüngst die Hohenwaldeckstraße als 300. Einbahnstraße für Radfahrer in beide Richtungen freigegeben. Derzeit sind rund 43 Prozent aller 700 Einbahnstraßen für Radler frei. Zielmarke des KVR: „50 Prozent“, so Blume-Beyerle. Freigegeben sind neuerdings auch Renkenweg sowie Friesenstraße, Karl-Theodor-Straße, Am Lochhauser Hügel und Gündinger Straße. Geplant für 2014 etwa: Sophienstraße, Fritz-Berne-Straße und Lautererstraße.

Da schaut jeder hin: Jetzt gibt’s Warnhinweise auf dem Asphalt.

Mit einer „BITTE sucht DANKE“ Straßenmarkierung will die Stadt um mehr Rücksichtnahme und Miteinander zwischen den Verkehrsteilnehmern werben. Denn, so Blume-Beyerle: „Das kommt nicht von selber“. An der Dienerstraße (zwischen Ludwig Beck und Rathaus) und am Rindermarkt (auf Höhe Petersplatz) sind für diese Saison die Markierungen mit den Worten: „BITTE“, „SCHRITT-TEMPO“ und „DANKE“ auf den Asphalt gemalt. Die Stadt will damit zeigen, dass ein Lächeln oder eine höfliche Geste manchmal mehr zur Verkehrssicherheit beitragen als das Predigen von Vorschriften und Sanktionen.

Der Marienplatz: Die Rikscha-Plätze sind markiert. Hier nimmt grad Wilfried Blume-Beyerle Platz.

Ganz neu: Es gibt jetzt mehr Rikscha-Standplätze, klar markiert, etwa am Marienplatz.

Andreas Huber

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

MVG-Offensive: So soll der Nahverkehr besser werden
MVG-Offensive: So soll der Nahverkehr besser werden
Bus-Streik in München: Das erwartet Fahrgäste am Dienstag
Bus-Streik in München: Das erwartet Fahrgäste am Dienstag

Kommentare